Konzept medizinisches Kinderschutzzentrum

Medizinische Fachkräfte spielen für den Kinderschutz eine besondere Rolle. Deswegen fragt Peter Lames nach dem Umsetzungsstand einer Kinderambulanz für Dresden.

Einleitung:

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

Kinderschutz ist eine Querschnittsaufgabe, der eine Vernetzung der Bereiche Jugend-, Gesundheits- und Sozialhilfe zugrunde liegen muss und die nur in einer Verantwortungsgemeinschaft aller in dem Kontext beteiligten Professionen verwirklicht werden kann. Diese Professionen werden im 2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetz konkret benannt. Um Lücken im Kinderschutz zu schließen ist bspw. das Aktionsprogramm „Frühe Hilfen“ des BMFSFJ gestartet worden, das auf kommunaler Ebene wirksam werden soll.

Medizinische Fachkräfte spielen für den Kinderschutz eine besondere Rolle, da sie bereits während Schwangerschaft, Geburt und im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen (U1-U9) einen sehr zeitigen und niedrigschwelligen Zugang zu den Familien haben und so Vertrauen aufbauen können. Zur Einrichtung einer „Anlauf- und Koordinierungsstelle für den medizinischen Bereich (Kinderschutzambulanz)“ in Dresden wurde 2014 unter Federführung des Gesundheitsamtes und unter Einbeziehung des Jugendamtes, des Städtischen Klinikums Dresden-Neustadt, der Universitätsklinik Carl Gustav Carus Dresden sowie weiterer externer PartnerInnen ein Konzept erarbeitet. In der Beschlusskontrolle zu A0770/13 (Sitzungsnummer: SR/068/2014) ist zu lesen, dass sich die in Dresden zu etablierende Kinderschutzambulanz an der bereits bestehenden Freiberger Kinderschutzambulanz orientieren soll und daher die Ergebnisse an die dort zuständige Amtleiterin zu übermitteln sind und eine Einladung zu einem Fachaustausch zu erfolgen hat:

 

Fragen:

1. Ist die Übermittlung der Ergebnisse erfolgt, hat der Fachaustausch stattgefunden und was sind die konkreten Ergebnisse dieses Fachaustauschs hinsichtlich der Einrichtung der Kinderschutzambulanz in Dresden?

2. Welche Schritte werden seitens der Verwaltung momentan verfolgt, um das vorhandene Konzept umzusetzen? Wie ist der aktuelle Stand der Planungen?

3. Welches sind die Ergebnisse der im Beschlusstext geforderten Gespräche mit dem Freistaat über mögliche Kooperationen und Fördermittel? Mit welchen Institutionen wurde konkret gesprochen?

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Peter Lames

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