Benennung von kommunalen Sportstätten in Dresden

ANTRAG
SPD-Fraktion

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Beschlussvorschlag:

Der Stadtrat beschließt,

kommunale Sportanlagen künftig bevorzugt nach ehemaligen Dresdner Sportlerinnen und Sportlern zu benennen. Die Nutzer dieser Anlagen sind in die Namensfindung einzubeziehen.

Der Oberbürgermeister wird zu diesem Zweck beauftragt,

  • dem Vorschlag des Kreisverbandes Leichtathletik Dresden vom 6. Dezember 2015 zu folgen, und die Sportanlage an der Bodenbacher Straße nach Luise Krüger, einer erfolgreichen Dresdener Speerwerferin, zu benennen. Die Sportstätte soll daher künftig „Luise-Krüger-Stadion“ heißen.
  • darauf hinzuwirken, dass für die neu errichteten Schwimmhallen in Bühlau und am Freiberger Platz, in Zusammenarbeit mit den Vertretern des Schwimmsports Namen gefunden, und diese durch die städtische Bäder GmbH vergeben werden.
  • zu prüfen und dem Stadtrat bis zum 31. Dezember 2016 zu berichten, wie es ermöglicht werden kann, dass das „udolf-Harbig-Stadion“ wieder zu seinem traditionellen Namen gelangt.
  • zu prüfen und dem Stadtrat bis zum 31. Dezember 2016 zu berichten, wie es ermöglicht werden kann eine der Tribünen in diesem Stadion nach dem ehemaligen Fußballspieler und langjährigen Trainer der SG Dynamo Dresden „alter Fritzsch“, zu benennen.

Beratungsfolge:

 Ältestenrat  nicht öffentlich  beratend
 Dienstberatung des Oberbürgermeisters  nicht öffentlich  beratend
 Ausschuss für Sport (Eigenbetrieb Sportstätten)  nicht öffentlich  1. Lesung (federführend)
 Ortsbeirat Blasewitz  öffentlich  beratend
 Ortsbeirat Altstadt  öffentlich  beratend
 Ortsbeirat Loschwitz  öffentlich  beratend
 Ausschuss für Sport (Eigenbetrieb Sportstätten)  nicht öffentlich  beratend (federführend)
 Stadtrat  öffentlich  beschließend

 

Begründung:

In Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen, wie sie Dresden aktuell erlebt, suchen viele Menschen bevorzugt in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld nach Orientierung und Halt. Der Sport in Vereinen kann in dieser Hinsicht ein wertvoller Bestandteil der sogenannten Zivilgesellschaft sein. Dabei ist für die SPD-Fraktion jedoch wichtig, den Tendenzen zur überbordenden Kommerzialisierung des Sports Einhalt zu gebieten, wo dies im Einflussbereich des Stadtrates liegt. Wir wollen stattdessen die Möglichkeiten der Kommune nutzen, um durch die Namensgebung verdienstvolle Sportlerinnen und Sportler zu ehren. Gleichzeitig wollen wir eine Diskussion über die Lebensumstände unter denen diese sportlichen Leistungen erbracht wurden, sowie über die mit ihrem Wirken verbunden Werte und Haltungen, anregen.

Christian Avenarius
Vorsitzender der SPD-Fraktion Dresden

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