Mehr Schulsozialarbeit für Dresden!

13. Juni 2016

In der Sitzung des Dresdner Jugendhilfeausschusses am 9. Juni 2016 wurde über neue Angebote für Schulsozialarbeit entschieden. Nachdem in den letzten Wochen die Auswertung der einzelnen Konzepte und die Anhörungen der sich bewerbenden freien Träger stattgefunden haben, konnte im Ausschuss nun der notwendige Beschluss gefasst werden.

Für insgesamt fünf Dresdner Schulen gibt es damit die Zusage, die notwendige kommunale Kofinanzierung zu übernehmen. Finanziert wird die Schulsozialarbeit über die Richtlinie des Freistaats Sachsen „Chancengerechte Bildung“. Für folgende Schulen steht ab Beginn des Schuljahres 2016/2017 eine Personalstelle für Schulsozialarbeit zur Verfügung: 64. Oberschule, 37. Grundschule, Gemeinschaftsschule Pieschen, Gymnasium Bühlau, Gymnasium Bürgerweise. Bereits im April und Mai dieses Jahres wurde an zwei Grundschulen (129. und 139. Grundschule) die Einrichtung von Schulsozialarbeit komplett aus städtischen Mitteln zur Förderung freier Träger beschlossen. Möglich ist die Ausweitung der Schulsozialarbeit vor allem deshalb, weil die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen die Kinder- und Jugendhilfe im Doppelhaushalt 2015/2016 deutlich gestärkt hatten.

Dazu Dorothée Marth, Vertreterin der SPD-Fraktion im Jugendhilfeausschuss und Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik:

„Ich freue mich, dass wir mit unserem Beschluss dazu beitragen können, das Handlungsfeld Schulsozialarbeit in Dresden auszuweiten. Denn als sozialpädagogisches Angebot und Schwerpunkt innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe (§13 Abs. 1 i.V.m. §1 Abs. 3 SGB VIII) ergänzt Schulsozialarbeit den Erziehungs- und Bildungsauftrag von Schule und leistet einen wichtigen Beitrag zur Begleitung der Schülerinnen und Schüler, zur Förderung ihrer Kompetenzen und zur Stabilisierung des Schulbesuchs. Dabei hat Schulsozialarbeit mit ihrem niedrigschwelligen und aufsuchenden Charakter insbesondere die Kinder und Jugendlichen im Blick, die beispielsweise aufgrund sozialer Benachteiligungen oder persönlicher Probleme besondere Unterstützung benötigen und leider oft durchs Raster fallen. Dass der Ausbau von Schulsozialarbeit wegen der komplexer werdende Anforderungen an Schülerinnen und Schüler, der Notwendigkeit verstärkter Inklusion, aber auch der Notwendigkeit der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund dringend notwendig ist, ist in der Fachwelt längst Konsens. Gut, dass wir als die politisch Handelnden endlich darauf reagieren können. Gespannt bin ich zudem auf das für 2017 angekündigte neue Landesprogramm zur Schulsozialarbeit, die es uns hoffentlich möglich macht, noch mehr Dresdner Schulen damit auszustatten. Die Liste der Schulen, die Bedarfe gemeldet haben, ist noch lang.“

 

Kontakt:

Dorotheé Marth

Dorotheé Marth

Dorothée Marth
Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik
0163-2319049

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