Städtische Musikschule mit guten Arbeitsbedingungen für die Philharmoniker von morgen

09. Januar 2017

Zum heutigen Aktionstag von Honorarlehrkräften des Heinrich-Schütz-Konservatoriums, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dana Frohwieser:

Das Heinrich-Schütz-Konservatorium hat in der Vergangenheit hervorragende Arbeit für die musikalische Bildung von vielen tausend Kindern und Jugendlichen in dieser Stadt geleistet. Mit den Beschlüssen des Stadtrates aus dem vergangenen Jahr wird es diese Arbeit mit gesicherter Existenz fortführen und weiterentwickeln können. In Trägerschaft eines privaten Vereins durchlebte das HSKD mehrfach existenzielle Krisen, besonders in Zeiten, in denen der Freistaat Fördermittel strich. Mit viel ehrenamtlichem Engagement, mit finanziellem Verzicht der Lehrkräfte und steigenden städtischen Zuschüssen – aber auch steigenden Elternbeiträgen – konnte das HSKD diese überstehen. Wir vertrauen der Vereinsführung und der Geschäftsleitung, dass diese die vom Stadtrat für 2017 zusätzlich bewilligten Mittel (im Vergleich zu 2016 ein Plus von 800.000 Euro bzw. 37%) in unserem Sinne einsetzt. Mit der geschaffenen soliden finanziellen Basis und der für dieses Jahr angestrebten Re-Kommunalisierung des HSKD erreichen wir

(1)       Wachstum, dass mehr Kinder an der musikalischen Bildung teilhaben können,

(2)       soziale Gerechtigkeit, dass Kinder aus allen Stadtteilen, unabhängig vom Einkommen und Bildungsstatus ihrer Eltern erreicht werden,

(3)       fair, gerecht, sozial gestaffelte Elternbeiträge weiterhin möglich bleiben und

(4)       gute und faire Arbeitsverhältnisse die besten musikpädagogischen Fachkräfte für unsere Kinder anziehen.

Dass die Honorarlehrkräfte um höhere Honorare kämpfen ist nachvollziehbar und legitim. Sie wissen die SPD-Fraktion dabei an ihrer Seite. Nicht alle von ihnen haben sich freiwillig für den Weg in die Selbstständigkeit entschieden (die ihnen beispielsweise kein Streikrecht einräumt) – nicht zuletzt deshalb hat der Stadtrat eine Erhöhung des Festangestelltenanteils auf 60% beschlossen, die spätestens mit der Re-Kommunalisierung erreicht sein sollen. Das HSKD zahlt inzwischen wieder Tariflöhne – das bleibt selbstverständlich auch in der städtischen Musikschule so. Und die Honorare werden in den kommenden Jahren schrittweise angehoben – dies wurde mit der Vorlage zur Re-Kommunalisierung im vergangenen Jahr beschlossen. Dabei werden aber natürlich individuelle Verträge mit jeder Fachkraft abgeschlossen – wo inhaltliche Schwerpunkte der Honorarhöhe gesetzt werden, beispielsweise beim Gruppen- vs. dem Einzelunterricht, entscheidet allein der Verein – unter pädagogischen, aber auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Dass die Stadt Dresden sich für den Weg der Re-Kommunalisierung entschieden hat, kann und darf jedoch nicht dazu führen, das Heinrich-Schütz-Konservatorium zu benutzen, um andere Interessen durchsetzen zu wollen, die weit über die Grenzen der Stadt Dresden hinausgehen. Die Honorare steigen und sie werden weiter steigen – schrittweise. Diesen Auftrag hat die Politik erteilt und wird dies kontrollieren.

Kontakt:

Dana Frohwieser

Dana Frohwieser
Sprecherin für Bildung und Kindertagesstätten
Tel. 0174 4758981
dana.frohwieser@spd-fraktion-dresden.de

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