„Eine Kita für alle“ – Auf dem Weg zu mehr Inklusion in Dresdner Kindertagesstätten

17. Januar 2017

Am letzten Donnerstag, 12. Januar 2017, hat der Dresdner Jugendhilfeausschuss einem Antrag zugestimmt, der das Amt für Kindertagesbetreuung beauftragt, Handlungsempfehlungen zum Landesmodellprojekt „Eine Kita für Alle“ des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (Laufzeit 2012-2016) zu erarbeiten, um am Thema „Inklusion“ in Dresden voranzukommen.

Dazu Dorothée Marth, Vertreterin der SPD-Fraktion im
Jugendhilfeausschuss:

“Allen Kritikerinnen und Kritikern von Inklusion sei gesagt, Inklusion funktioniert. Es ist vor allem eine Frage der gelebten Überzeugung! In den vergangenen vier Jahren hat die Kita „Altstadtinsel“ in der Rietschelstraße 13-17 an dem Landesmodellprojekt teilgenommen. Dadurch war es möglich, Kinder mit und ohne Behinderungen in gemeinsamen Gruppenbereichen zu betreuen, einrichtungsübergreifende Eltern- und Informationsabende abzuhalten, Weiterbildungen zu Inklusion abzuhalten usw. Die dokumentierten Entwicklungsfortschritte der Kinder sind für mich sehr beeindruckend. Und sie zeigen deutlich, dass alle Kinder – ob nun mit oder ohne Behinderung – von inklusiver Pädagogik profitieren. Wir dürfen Kinder nicht aufgrund ihrer Besonderheiten separieren, sondern ihre Unterschiedlichkeit als großes Potential für gemeinsames Lernen begreifen. Ich freue mich, dass der Dresdner Jugendhilfeausschuss mit einem einstimmigen Votum diese Haltung unterstützt.”

Mit dem vorgelegten Antrag wird das Amt für Kindertagesbetreuung beauftragt, aus den Ergebnissen des Landesmodellprojekts Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die die Übertragung der Ergebnisse auf andere Dresdner Kitas möglich macht. Dazu soll die Kita „Altstadtinsel“ als „Konsultationskita“ weitergeführt werden, wo durch „Komm“- und „Geh“-Strukturen eine Verstetigung und ein Transfer der Ergebnisse möglich ist. Es soll eine Steuerungsgruppe zur Begleitung des Prozesses und eine regelmäßige Berichterstattung im Jugendhilfe-Ausschuss und im Beirat für Menschen mit Behinderungen geben.

Dr. Cornelia Hähne, Vertreterin der SPD-Fraktion im Beirat für Menschen mit Behinderungen, ergänzt:

“Inklusion ist eine grundlegende Haltung der Pädagogik, dazu bedarf es nicht nur einer entsprechenden Positionierung, sondern auch praktischer Umsetzung aller politischen Ebenen – in diesem Fall in der Kommune. Wir freuen uns, dass sich das Amt für Kindertagesbetreuung auf den Weg gemacht hat, Inklusion in Kitas voranzubringen und an den Gelingensbedingungen inklusiver Pädagogik zu arbeiten. Als politische Gremien unterstützen und begleiten wir dieses wichtige Querschnittsthema gern.”

Kontakt:

Dorothée Marth
Tel.: 0163-2319049
doro.marth@spd-fraktion-dresden.de

Dr. Cornelia Hähne
Tel.: 0163-9714128
cornelia.haehne@spd-fraktion-dresden.de

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