Förderung der Oberschulen

Dana Frohwieser erkundigt sich zu dem Übergangsverhalten von der Grundschule auf die Oberschule.

Einleitung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

durch die gerichtlich durchgesetzte Änderung im Zugang zum Gymnasium im Freistaat Sachsen erlebte auch die Stadt Dresden in den vergangenen Monaten eine intensive Debatte um das Übergangsverhalten nach der Grundschule. In der öffentlichen Debatte entsteht stellenweise ein Eindruck der Abwertung des Realschulabschlusses. Gleichzeitig ergreift der Fachkräftemangel mittlerweile eine Vielzahl von Branchen und viele Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt. Dies dürfte sicherlich auch die Landeshauptstadt Dresden spüren. Gleichzeitig wurde in der Schulgesetznovellierung im April 2017 u.a. ein Fokus auf die Oberschule gelegt. Im Freistaat Sachsen wird beispielsweise Inklusion im weiterführenden Bereich vornehmlich an Oberschulen stattfinden. Gleichzeitig sollen alle Oberschulen durch den Freistaat mit Schulsozialarbeit ausgestattet werden. Oberschulen können ergänzende Inhalte anbieten und generell können Schulen zukünftig von den Stundentafeln abweichen (z.B. mit Epochenunterricht), jahrgangsübergreifend unterrichten, die politische Bildung wird gestärkt und schulartenübergreifende Campuslösungen sollen gefördert werden. Für die Stadt Dresden als Schulträgerin sind daher sicherlich nicht nur der reine Bau und die Unterhaltung von Schulgebäuden relevant. Ich bitte daher um die Beantwortung folgender Fragen:

Fragen:

  1. Wie haben sich die Übergangsquoten von Dresdner Grundschulen auf das Gymnasium bzw. die Mittelschule/Oberschule in Dresden vom Schuljahr 2002/03 bis zum Schuljahr 2017/18 (hier vorläufig Anmeldezahlen) insgesamt entwickelt (bitte, wenn möglich, unter getrennter Ausweisung von Freien Grund- und weiterführenden Schulen)?
  2. Wie hat sich in den vergangenen fünf Schuljahren bis heute der Anteil (gymnasialer) Bildungsempfehlungen und der tatsächliche Übergang an das Gymnasium resp. die Oberschule an den einzelnen Dresdner Grundschulen entwickelt (bitte je Grundschule (falls nötig anonymisiert) auf-geschlüsselt und geordnet nach Grundschulbezirken Anzahl der Schüler/innen in der 4. Klasse, Anzahl der Bildungsempfehlungen für das Gymnasium, Anzahl der Anmeldungen am Gymnasium vs. der Oberschule angeben, wenn möglich unterschieden nach Geschlecht und Staatsangehörig-keit (nur deutsche, nichtdeutsche)).
  3. Gibt es einen regelmäßigen, institutionalisierten Austausch des Schulträgers mit den Schulleiter/innen aller kommunalen Oberschulen (z.B. Schulleiterrunden)? Wenn ja, in welcher Form, mit welchem Inhalt und wie oft?
  4. Wie ist die Zusammenarbeit der Stadt als Schulträgerin von Oberschulen mit der Wirtschaft und den Kammern organisiert? Welche konkreten Kooperationen zwischen Oberschule und Wirtschaft (speziell mit den städtischen Unternehmen) gibt es an den 26 kommunalen Oberschulen?
  5. Welche Ausstattung haben bzw. erhalten (bei Sanierung/Neubau) Oberschulen in Dresden für den Grundlagenbereich WTH (z.B. Küchen, Werkräume…)? Erfolgt diese einheitlich oder gibt es Differenzierungen?
  6. Welche Ganztagsangebote unterbreiten die kommunalen Oberschulen in der LH Dresden derzeit (bitte aufgeschlüsselt nach Schulen)? Welche Oberschulen haben Schulbibliotheken? Sind der LH Dresden hier Unterschiede hinsichtlich Quantität und Qualität von Angeboten zu den Gymnasien bekannt?
  7. Welche Stellenzahl/-anteile stehen den kommunalen Oberschulen für

a) Sekretariat und

b) Hausmeisterdienste zur Verfügung (bitte in Verbindung mit der Zügigkeit der Schulen angeben) und unterscheidet sich diese von der entsprechenden Ausstattung der Gymnasien resp. welche entsprechende Stellenzahl/-anteile steht an den Gymnasien zur Verfügung?

Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen

Dana Frohwieser

 

 

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