Stadt schließt Übergangswohnheim in der Neustadt

25. April 2018

SPD-Fraktion sieht Möglichkeit zur Steigerung der qualitativen Standards bei der Unterbringung von Asylsuchenden

Wie die Stadtverwaltung am Montag mitgeteilt hat, wird das Übergangswohnheim an der Fritz-Reuter-Straße 21 in der Neustadt ab Juli nicht mehr zur Unterbringungen von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern genutzt.

Auf Grund der sinkenden Zuweisungszahlen werden nicht mehr alle Unterbringungsplätze benötigt, die 2015 und 2016 mit einer Notfallplanung geschaffen wurden.

Die SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat begrüßt den Entschluss der Stadtverwaltung, qualitativ schlechte Heime zu schließen. Gleichzeitig soll die jetzige Situation dafür genutzt werden, die qualitativen Standards bei der Unterbringung von Asylsuchenden weiter zu erhöhen.

Dazu erklärt Vincent Drews:

Das Übergangswohnheim auf der Fritz-Reuter-Straße wurde bereits bei der Anmietung kritisch gesehen. Es war teuer, zu groß und bot keine Möglichkeit zur Selbstversorgung. Dennoch ging es in der damaligen Zeit nicht anders, da dringend Plätze für Geflüchtete gebraucht wurden. Umso mehr ist es zu begrüßen, dass es nun geschlossen wird. Der Stadtrat hat Qualitätsstandards festgesetzt, die u.a. vorsehen, dass Heime maximal 65 Plätze haben sollten und die Möglichkeiten zur Selbstversorgung bieten müssen. Durch die Schließung kommen wir der Umsetzung dieser Standards näher. Nun muss auch das zweite angemietete Hotel zügig geschlossen und der Mietvertrag gekündigt werden. Das spart der Stadt viel Geld und sorgt gleichzeitig für eine bessere Unterbringung der Geflüchteten in Dresden.“

Kontakt:

Vincent Drews
Sprecher für Sozialpolitik
vincent.drews@spd-fraktion-dresden.de