Jugendkultur in Striesen/Blasewitz

ANTRAG – Interfraktionell:
Fraktionen SPD
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
DIE LINKE

Aktueller Stand im Ratsinfosystem

Beschlussvorschlag:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt,

1. dem Stadtrat bis zum 30.12.2018 eine detaillierte Prüfung der Möglichkeiten für die Entwicklung der nördlichen Teilfläche des Flurstücks 137/11 (Kreuzung Spenerstraße/Kyffhäuserstraße) als Fläche für Jugendkultur und Spielfläche für Jugendliche vor-zulegen, die

a. kurzfristig die heutige Situation und Grundstücksnutzung berücksichtigt

b. Langfristperspektiven für die Nutzung des Grundstücks aufzeigen.

2. hierbei insbesondere folgende Nutzungen zu prüfen:

a. Wände für Graffiti, bzw. die Erlaubnis des Besprayens der Sporthalle

b. Anlagen für Sport- und Bewegungsübungen im Freien

c. Weitere Sport- und Spielanlagen für Jugendliche

3. die Finanzierungsbedarfe der unterschiedlichen Maßnahmen darzustellen.

Beratungsfolge:

Ältestenrat 13.08.2018 nicht öffentlich beratend
Dienstberatung des Oberbürgermeisters nicht öffentlich beratend
Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft (Eigenbetrieb Friedhofs- und Bestattungswesen sowie Eigenbetrieb Stadtentwässerung) nicht öffentlich 1. Lesung (federführend)
Jugendhilfeausschuss öffentlich beratend
Ortsbeirat Blasewitz öffentlich beratend
Ausschuss für Sport (Eigenbetrieb Sportstätten) nicht öffentlich beratend

Begründung:

Im Rahmen der zweiten Fortschreibung der Spielplatzentwicklungskonzeption wird deutlich, dass das Ortsamtsgebiet Blasewitz und darunter besonders die Stadtteile Striesen-West und Striesen-Ost besonders stark mit Freizeitmöglichkeiten und Bewegungsräumen für Jugendliche unterversorgte Gebiete sind.

Dabei erfuhr gerade Striesen in den letzten Jahren auf Grund seiner Attraktivität einen Zuzug von jungen Familien und eine weitere bauliche Verdichtung. Der notwendige Bedarf an Bewegungsräumen kollidiert gerade hier besonders stark mit den mangelnden Flächen.

Bewegungsräume zur freien Gestaltung sind für die Entwicklung von Jugendlichen unabdingbar. Jugendliche müssen zur ungestörten Entfaltung in Striesen und Blasewitz auf kleine Waldstücke und öffentliche Plätze ausweichen, wo so unnötige Konflikte mit Familien oder älteren Menschen vorprogrammiert sind. Eine für Jugendliche attraktive Fläche hat zudem den Vorteil, dass sie für die Jugendarbeit einen sinnvollen Anlaufpunkt darstellt. So kann die Arbeit effektiver gestaltet werden und neue Personengruppen erreicht werden.

Aus diesen Gründen wollen wir die Entwicklung einer der wenigen verfügbaren Flächen in Striesen hin zu Bewegungs- und Gestaltungsräumen für Jugendliche umsetzen. Das genannte Grundstück eignet sich insbesondere deswegen für Jugendkultur, da die Größe kaum eine andere öffentliche Nutzung zulässt.

 

André Schollbach
Fraktion DIE LINKE

Christiane Filius-Jehne
Thomas Löser
Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Dana Frohwieser
SPD-Fraktion