Verteilung von DaZ-Kindern im neuen Schuljahr

Dana Frohwieser erkundigte sich nach der sprachlichen Förderung für Kinder mit Migrationshintergrund durch DaZ-Klassen (“Deutsch als zweite Fremdsprache”) im Dresdner Stadtgebiet.

Einleitung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

am 13. August beginnt auch in der Landeshauptstadt Dresden das neue Schuljahr 2018/2019. Viele kleine Dresdnerinnen und Dresdner fiebern ihrer Einschulung am Samstag und dem ersten Schultag am Montag entgegen, wenn sie beginnen, in den Schulen unserer Stadt das ABC zu lernen.

Zu diesen Kindern gehören auch viele mit Migrationshintergrund und teilweise Fluchterfahrung. Sie erhalten zusätzliche sprachliche Förderung durch die Schaffung von DaZ-Klassen. Laut Schuljahresanfangsstatistik 2017/18 war die Verteilung dieser Klassen in Dresden sehr ungleich. So gab es im Grundschulbezirk Altstadt I an 3 von 4 Grundschulen DaZ-Klassen, Altstadt II 0 DaZ-Klassen, Neustadt an 1 von 5 Grundschulen, Pieschen I und II an 1 von 8 Grundschulen… Insgesamt gab es an 17 von 70 Grundschulen DaZ-Klassen, an 14 von 27 Oberschulen VKA-Klassen und an einer Förderschule.

Mit dem Beschluss zum Schulnetzplan am 25. Januar 2018 hat der Stadtrat Sie u.a. beauftragt, sich beim Freistaat für eine Evaluation und Modernisierung des Sächsischen Integrationsmodells, der zugrunde liegenden Konzeption aus dem Jahr 2000 und der Verwaltungsvorschrift aus dem Jahr 2003 einzusetzen.

In diesem Zusammenhang bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:

Fragen:

1. Wie viele Kinder (absolut und prozentual) werden in DaZ- bzw. VKA-Klassen im neuen Schuljahr 2018/2019 in Dresden unterrichtet?

2. Welche Schulen haben im Vergleich zum Schuljahresanfang 2017/2018 neu DaZ- bzw. VKA-Klassen gebildet bzw. an welchen Schulen ist dies ggf. noch geplant?

3. Wie sind die DaZ- bzw. VKA-Klassen über die Stadt verteilt und mit welcher Schülerzahl (bitte schulgenaue Aufschlüsselung)?

4. Welche Verteilung ergibt sich daraus für die Stadtteile (bitte Aufschlüsselung nach Stadtteilen)?

5. Wenn (weiterhin) eine ungleichmäßige Verteilung in den einzelnen Stadtteilen erfolgen sollte, welches sind die Gründe dafür?

Vielen Dank.

Dana Frohwieser