Veränderte Förderpolitik wirkt!

18. Oktober 2018

Gelder für Erziehungshilfen erneut nicht ausgeschöpft

Im zweiten Jahr in Folge wird weniger Geld für Erziehungshilfen ausgegeben als eingeplant. Wie aus einer Anfrage der SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat hervorgeht, werden die für 2018 geplanten Mittel für den Bereich der Hilfen zur Erziehung (HzE) nicht ausgeschöpft. Somit ist erneut mit keinem Nachtragshaushalt durch den Stadtrat zu rechnen, um die finanzielle Defizite auszugleichen.

Diese positive Entwicklung, inklusive des leichten Rückgangs der Fallzahlen, geht auch auf die Erhöhung der Gelder für die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe durch die Fraktionen von Linke, Grüne und SPD zurück. In den letzten beiden Haushalten hatte die Gestaltungsmehrheit die finanzielle Erhöhung zu einem der Schwerpunktthemen gemacht. Die deutlich verbesserte Ausstattung an präventiven Angeboten zeigt langsam die erwünschte Wirkung und der Bereich der HzE scheint stabilisiert.

Zu dem Erfolg der veränderten Förderpolitik erklärt Dorothée Marth, Sprecherin für Kinder-, Jugend- und Familienpolitik:

Ich freue mich über die positiven Nachrichten aus dem Amt für Kinder, Jugend und Familie. Unser Ziel in der Kinder- und Jugendhilfe war es seit 2014 mit einer veränderten Förderpolitik die vielfältige Jugendhilfelandschaft in Dresden mit ihren präventiven Angebote zu stärken, um teure Maßnahmen in den Hilfen zur Erziehung im Idealfall gar nicht erst anwenden zu müssen. Diese Herangehensweise trägt langsam Früchte. Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Mit dem beschlossenen Präventionsbudget werden wir auf Grundlage einer Konzeption der Ev. Hochschule weitere Maßnahmen ergreifen, um die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit in der Landeshauptstadt in ihrer sozialräumlichen Dimension zu stärken. Kindern und ihren Familien soll ein gutes Aufwachsen in Dresden ermöglicht werden – das ist und bleibt unser Ziel. Die Nachrichten aus dem Jugendamt zeigen, wir sind auf dem richtigen Weg.“

Hintergrund:

Der Bereich der Hilfen zur Erziehung (HzE) steht politisch und medial immer wieder in der Kritik, da stetig wachsende Fallzahlen und Kosten seitens des Jugendamtes benannt werden. Bis 2016 wurden jährlich zusätzliche Beschlüsse durch den Stadtrat notwendig, um die finanziellen Defizite aufgrund des Mehrbedarfes auszugleichen. Auch wenn die Kosten für ambulante sowie (teil-)stationäre Maßnahmen der Hilfen zur Erziehung seit 2014 jährlich weiter angestiegen sind, überschreiten diese infolge der veränderten Förderpolitik die eingeplanten Mittel nicht mehr. Zudem zeichnet sich seit 2017 ein leichter Rückgang der Fallzahlen ab.

 

Kontakt:

Dorothée Marth
Sprecherin für Kinder-,  Jugend- und Familienpolitik
doro.marth@spd-fraktion-dresden.de