Unterstützung für Bosch-Ansiedlung

26. Oktober 2018

SPD-Fraktion fordert Lösung für Konflikt um Gewerbestandort

Die geplante Bosch-Ansiedlung im Dresdner Norden stellt die Stadtverwaltung nun vor große Herausforderungen. Um eine langfristige Lösung im Widerspruchsverfahren gegen die immissionsschutzrechtliche Teilgenehmigung für das Bosch-Grundstück im Gewerbegebiet Rähnitz zu finden, fordert die SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat einen Runden Tisch aller Beteiligten, um die Standortentscheidung für die Chip-Fabrik in Dresden zu sichern.

Dazu erklärt Kristin Sturm, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Dresden:

Durch das Widerspruchsverfahren geraten 700 Arbeitsplätze in Gefahr, die mit der Ansiedlung des Technologie-Giganten Bosch im Dresdner Norden tätig werden sollten. Um diese Gefahr abzuwenden gilt es nun, dass sich alle Immobilienbesitzer des Gewerbegebietes Rähnitz zeitnah auf Augenhöhe an einen Tisch setzen und eine Lösung finden, notfalls mit Hilfe eines Mediators.“

 Sie fügt hinzu:

Gewerbegebiete in Dresden sind ein knappes Gut. An ihnen hängen viele Arbeitsplätze, die wiederum Wohlstand und Wirtschaftswachstum für unsere Stadt generieren. Zudem sind die Einnahmen aus den Gewerbesteuern ein wichtiger Anker im städtischen Haushalt. Um die wirtschaftliche Entwicklung Dresdens langfristig zu sichern, ist ein schonender und verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen Bauland, Arbeitsplätzen und Gewerbesteuer sowie der Ausrichtung auf zukunftsträchtige Branchen und Technologien unabdingbar. Diese und weitere Punkte muss die Stadt Dresden langfristig bewerten. Dabei darf auch die besondere Berücksichtigung ortsansässiger Betriebe nicht fehlen.“

Hintergrund:

Im Dresdner Norden errichtet der Technologie-Gigant Bosch seit Monaten eine neue Chip-Fabrik. Eine Gruppe von Besitzern anderer Immobilien im Gewerbegebiet Rähnitz hat nun die immissionsschutzrechtliche Teilgenehmigung für das 100.000 m² große Bosch-Grundstück im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens angegriffen. In einem Eilverfahren will die Stadtverwaltung den Bebauungsplan für das betroffene Gebiet ändern.

 

Kontakt:

Kristin Sturm
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Wirtschaftspolitische Sprecherin
kristin.sturm@spd-fraktion-dresden.de