RGR reicht Antrag für mehr Mittel für besseres Stadtklima, Parkanlangen und Klimawandelanpassung ein

11. Januar 2019

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
Fraktion DIE LINKE, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, SPD-Fraktion

Die Kooperationsfraktionen Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD reichen zur nächsten Stadtratssitzung den Antrag „Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Landeshauptstadt stärken“ (A0532/19) ein. Aus der Liquiditätsreserve, entsprechend dem Stadtratsbeschluss vom 13.12.2018, sollen zahlreiche Vorhaben zur Klimawandelanpassung und Nachhaltigkeit verstärkt werden.

Dazu äußern sich die Stadträte der einzelnen Fraktionen wie folgt:

Dr. Martin Schulte-Wissermann (Piratenpartei, Fraktion DIE LINKE):

Ein wesentlicher Punkt, der im Haushalt noch nachzusteuern ist, ist die weitere Entwicklung der Dresdner Parks. Mit Südpark, Alaunpark, Hufewiesen, Leutewitzer Volkspark sind in den letzten Jahren vier Großprojekte initiiert worden, die alle in der sich verdichtenden Stadt ausgesprochen wichtig sind. Diese brauchen jetzt die finanziellen Möglichkeiten, damit aus unseren Grundsatzbeschlüssen auch erlebbares Grün wird. Aber auch die kleinen Dinge machen den Unterschied: So sind öffentliche Trinkbrunnen sehr gut geeignet, den Aufenthalt im Freien angenehmer zu machen. Somit werden die Menschen noch besser mit ihren Freunden die Freizeit in den Parks und auf den Dresdner Plätzen genießen können.”

Thomas Löser (Bündnis 90/Die Grünen):

Der heiße Sommer 2018 hat gezeigt, dass der Klimawandel auch in Dresden angekommen ist. Wir wollen 1 Mio Euro pro Jahr für mehr Bäume in der Stadt bereitstellen. Wir brauchen in Dresden auch mehr Geld für Dach- und Fassadenbegrünung. Trotz großer Flächenpotenziale auf seinen Dächern liegt Dresden bisher bundesweit im Vergleich mit anderen Großstädten abgeschlagen in der Erzeugung von Strom durch Photovoltaik. Hier wollen wir mit zusätzlich 300.000 Euro in 2019 und 2020 gegen steuern. Zusätzliche Mittel stellen wir auch für Maßnahmen der Parkentwicklung bereit (insgesamt 1 Mio. Euro), z.B. für die Hufewiesen und den Bau des Südparkes.“

Hendrik Stalmann-Fischer (SPD):

Uns ist wichtig, dass die Maßnahmen auch tatsächlich bei den Menschen ankommen. Zahlreiche Straßenzüge in den dicht bebauten Vierteln sind baumlose Steinwüsten, während an Hauptverkehrsstraßen die Bäume vierreihig stehen. Deswegen fordern wir explizit Priorität für den ersten Straßenbaum in ansonsten grauen Nebenstraßen. Wo sich keine Bäume einordnen lassen, sollen andere Formen der Begrünung wie Hofbegrünung und Kleinpflanzungen wirken. Begrünungsmaßnahmen müssen dort wirken, wo sich die Menschen auch tatsächlich aufhalten.“

Kontakt:

Hendrik Stalmann-Fischer
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr
hendrik.stalmann-fischer@spd-fraktion-dresden.de