Behinderung des Radverkehrs im Vorfeld von Laufsportveranstaltungen

Stefan Engel erkundigte sich nach den frühzeitigen Verkehrseinschränkungen für den Radverkehr im Zuge Dresdner Sportveranstaltungen.

Einleitung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Dresden ist insbesondere an den Wochenenden mittlerweile zu einem beliebten Zentrum für größere Laufsportveranstaltungen geworden. Diese Entwicklung ist mit Blick auf die weitere Entwicklung der Sportstadt Dresden natürlich positiv. Dass mit solchen Veranstaltungen temporäre Verkehrseinschränkungen für den ÖPNV und den Auto- und Radverkehr einhergehen, ist kaum vermeidbar. Wenig verhältnismäßig erscheint allerdings, wenn wichtige Hauptrouten des Radverkehrs wie z.B. die Carolabrücke bereits einige Tage zuvor mit Leitbaken versehen werden und die ohnehin schmale Radverkehrsinfrastruktur unbenutzbar wird. So wurden die entsprechenden Absperrungen für den REWE-Frauenlauf am 14.9.2019 bereits am 12.9. aufgestellt. Für den am 9.6.2019 stattfindenden Sportcheck Run Dresden wurden bereits am 6.6. Absperrbaken aufgestellt.

Fragen:

In diesem Zusammenhang bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:

1) Wie beurteilt die Stadtverwaltung die frühzeitigen Verkehrseinschränkungen für den Radverkehr?

2) Welche zeitlichen und räumlichen Vorgaben macht die Stadt Dresden den Veranstaltern bei der Aufstellung von entsprechenden Absperrungen?

3) Liegen der Stadtverwaltung Erkenntnisse vor, warum bei den beiden genannten Laufsportveranstaltungen eine so frühzeitige Aufstellung der Absperrungen notwendig war?

4) Werden im Zuge entsprechender Absperrungen sichere Alternativen für den Radverkehr geschaffen oder plant die Verwaltung entsprechendes (z.B. durch eine sichtbare Aufhebung der Benutzungspflicht und eine Tempobeschränkung für den Autoverkehr)?

 

Vielen Dank.

Stefan Engel