Wohnungsbau über Parkplatzanlagen

Stefan Engel erkundigte sich nach der Möglichkeit, Wohnbaupotenziale über Parkplatzanlagen zu entwickeln.

Einleitung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Dresden ist als wachsende Stadt auf die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum dringend angewiesen. Durch die starke Nachverdichtung der letzten Jahre fehlt es in immer größerem Maße an dafür geeigneten Flächen. In Städten wie Berlin oder München wird daher zunehmend die Überbauung von z.B. Supermärkten oder ihrer Parkplätze ins Auge gefasst. Supermarktketten wie Lidl oder Aldi Nord haben ihr Interesse an solchen Nutzungskombinationen gezeigt bzw. auch schon einzelne Projekte realisiert. In München wurde der Parkplatz des kommunalen Dantebades mit einer Stelzenbauweise mit 100 neuen Wohnungen überbaut. Die bestehenden Parkplätze sind dabei erhalten geblieben.

Durch diese und ähnliche Projekte kann effektiv Nachverdichtung betrieben werden, ohne drin-gend benötigte Grünareale anzutasten. Auch in Dresden befinden sich Supermärkte und Parkplatzanlagen häufig in städtebaulich zentralen Lagen und werden gegenüber der Umgebung qualitativ wie quantitativ nur unzureichend genutzt.

In diesem Zusammenhang bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:

Fragen:

  1. Hat die Dresdner Stadtverwaltung die im Eigentum der Stadt, ihrer Eigenbetriebe und Unternehmen befindlichen Parkplatzanlagen hinsichtlich solcher Nachverdichtungspotenziale untersucht (z.B. durch die WiD oder in Zusammenarbeit mit privaten/genossenschaftlichen Bauherren)?
  2. Hat die Dresdner Stadtverwaltung hinsichtlich solcher Nachverdichtungspotenziale schon Gespräche mit den in Dresden vorherrschenden Supermarkt-/Discounter-Ketten geführt oder ist dies zukünftig geplant? Welche rechtlichen Beschränkungen sieht die Stadtverwaltung bei solchen Nachverdichtungsprojekten?
  3. Wie beurteilt die Stadtverwaltung die Potenziale von Supermarkt-/Parkplatzüberbauungen für die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Engel