Insektenfreundliche Bewirtschaftung der Elbwiesen

Stefan Engel erkundigte sich danach, welche Maßnahmen die Stadt für eine Insektenfreundliche Bewirtschaftung der Elbwiesen ergreift.

Einleitung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in Sachsen sind zahlreiche Insektenarten aufgrund des Verlustes natürlicher Lebensräume vom Aussterben bedroht oder zumindest in ihrem Bestand gefährdet. Dies trifft insbesondere auch auf zahlreiche Wildbienenarten zu, die eine große Bedeutung als Bestäuber von Bäumen, Blumen sowie Nutzpflanzen haben und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Auch wenn der Einfluss Dresdens auf die Ausgestaltung der Landwirtschaft insgesamt gering ist, kann die Stadt bei ihren Flächen, wie z.B. den Elbwiesen, auf eine insektenfreundliche Bewirtschaftung und Gestaltung Einfluss nehmen. So existiert auf dem Johannstädter Elbufer nicht nur eine Streuobstwiese als Überbleibsel von Kleingartenanlagen, sondern eine weitere wurde als Ausgleichsmaßnahme im Winter 2018 sogar neu angelegt.

In diesem Zusammenhang bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:

Fragen:

  1. Inwieweit wird bei der derzeitigen Pflege der Elbwiesen (mittels Mahd oder Beweidung) auf eine insektenfreundliche Bewirtschaftung Rücksicht genommen?
  2. Wurde die Empfehlungen aus dem 2016 erschienen „Maßnahmenkatalog zum Schutz von Wild- und Honigbienen in Dresden und Umgebung“ bei der Pflege der Elbwiesen vollständig umgesetzt?
  3. Sind im Sinne einer möglichst insektenfreundlichen Pflege der Elbwiesen in den nächsten Jahren Veränderungen bei der Bewirtschaftung geplant?
  4. Plant die Stadtverwaltung auf den Elbwiesen die Schaffung von zusätzlichen Streuobstwiesen oder Blühstreifen?

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Engel