Stadtrat beschließt Planungen zum Neustädter Markt

PRESSEMITTEILUNG

Dresden, den 17. Juli 2020

Der Dresdner Stadtrat hat am Donnerstagabend mit breiter Mehrheit einen Beschluss zur weiteren Entwicklung des Neustädter Marktes und des Königsufers getroffen. Damit wird die Stadtverwaltung beauftragt, die Planungen zum Rahmenplan fortzuführen und verschiedene Varianten für die Umgestaltung des Verkehrszuges Köpckestraße/Große Meißner Straße vorzulegen. Dabei soll der 1. Preisträger des Wettbewerbsverfahren zur planerischen Grundlage werden. Der Stadtrat beschloss allerdings verschiedene Festlegungen u.a. zur kleinteiligen Fassadengestaltung, zur besseren Integration des Japanischen Palais und zur Freihaltung des Neustädter Marktes. Ein Antrag der SPD-Fraktion, die mögliche Übertragung einer Fläche für ein Informationszentrum der Gesellschaft Historischer Neumarkt zu streichen, fand gegen die Stimmen der Fraktionen von CDU, AfD, Freien Wählern, FDP und Teilen der Linken keine Mehrheit.

Dazu erklärt Stefan Engel, bau- und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Der Status Quo am Neustädter Markt ist nicht wirklich attraktiv. Die städtebauliche Fassung der Südseite ist überfällig. Auch die Festlegungen zur besseren Sichtbarkeit des Japanischen Palais und zur kleinteiligen Gestaltung setzen wichtige Signale. Ohne eine deutliche Verringerung der Verkehrsflächen wird eine Aufwertung des Neustädter Marktes scheitern. In einem ersten Schritt sollten dafür überflüssige Abbiegestreifen und Parkplätze verschwinden. Die Reduzierung auf eine einspurige oder anderthalbspurige Verkehrsführung wäre aus Sicht der SPD ein deutlicher städtebaulicher Gewinn. Auch die Verlagerung der Straßenbahn auf die Nordseite ist eine Option. Die intensivere Prüfung eines Auto-Tunnels war Teil des interfraktionellen Kompromisses. Aus unserer Sicht ist dieser aus finanziellen, städtebaulichen und verkehrlichen Gründen aber keine sinnvolle Lösung.

Vincent Drews, SPD-Stadtrat für die Neustadt ergänzt:

Klar ist für uns: Die Bebauung aus der DDR-Zeit an der Hauptstraße und dem Neustädter Markt steht nicht in Frage. Ein Abriss der Plattenbauten nur um eine ältere Stadtstruktur wiederaufzubauen ist eine Schnapsidee. Der Neustädter Markt muss zusammen mit den Anwohnerinnen und Anwohnern weiterentwickelt werden. Eine Instandsetzung der Gehwegplatten und der Brunnen sind dafür wichtige Schritte. Einer Bebauung des Platzes erteilte der Stadtrat zurecht eine Absage. Dieser innerstädtische Freiraum muss bleiben. Warum die Stadt der Gesellschaft Historischer Neumarkt Flächen auf dem Neustädter Markt zur Verfügung stellen soll, ist mir schleierhaft. Wer seine Ideen präsentieren will, kann auch einfach eine Ladenzeile auf der Hauptstraße mieten.

Kontakt:

Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Verkehr und Bau
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de

 

Vincent Drews
SPD-Stadtrat für die Neustadt
vincent.drews@spd-fraktion-dresden.de