ÖPNV in Dresden: Angebotsoffensive statt 365-Euro-Ticket

PRESSEMITTEILUNG

Dresden, den 17. September 2020

Am gestrigen Abend fand im Dresdner Stadtmuseum im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche eine Expertenanhörung zum 365 Euro-Ticket statt. Darin wurden Rahmenbedingungen, Kosten, Auswirkungen und mögliche Alternativen zu einem solchem Angebot erläutert und diskutiert.

Stefan Engel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, erklärt dazu:

Die Expertenanhörung hat bestätigt, dass der Dresdner Nahverkehr schon heute ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Der Schlüssel zur Verkehrswende liegt in einem konsequenten Ausbau des Angebots bei maßvollen Preisen. Die Mittel für ein 365-Euro-Ticket wären in dichteren Takten und neuen Linien besser investiert. Das war auch in Wien der Schlüssel zum Erfolg. In den nächsten Jahren braucht Dresdens Nahverkehr eine Angebotsoffensive. Mit neuen Straßenbahntrassen und Busquerverbindungen könnten die DVB große Fahrgastzuwächse erzielen. Bisher läuft das Stadtbahnprogramm viel zu schleppend. Zusätzliche Einnahmen aus den Parkgebühren sollten auch dem Ausbau des ÖPNVs dienen. Angebote für finanziell weniger gut gestellte Gruppen müssen natürlich erhalten und ausgebaut werden. Das Dresdner Sozialticket ist nicht ohne Grund eine Erfolgsgeschichte.

Kontakt:

Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Verkehr, Bau und Umwelt
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de