Sanierung des Blauen Wunders ist staatliche Pflichtaufgabe

PRESSEMITTEILUNG
Dresden, den 04. Mai 2021

Das Blaue Wunder muss dringend saniert werden. Die Finanzierung des Unterfangens steht jedoch auf wackeligen Beinen. Um das technische Denkmal zu erhalten, wurden in der Vergangenheit immer wieder Instandsetzungsarbeiten an der Brücke vorgenommen. Defekte Stahlteile und bröckelnde Farbe erfordern nun aber eine grundlegende Sanierung. Für die einzelnen Bauabschnitte hatte die Landeshauptstadt Dresden mit einer Förderung des Freistaates Sachsen gerechnet – diese kann allerdings nicht gewährt werden, da das Förderprogramm für den kommunalen Straßenbau durch die zahlreichen Förderanträge aus den Kommunen massiv überzeichnet ist.

Seitens CDU wird nun vorgeschlagen, die fehlenden Millionen durch einen Förderverein aufzubringen. Diesen Vorschlag sieht die SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat kritisch.

Hierzu erklärt Kristin Sturm, Stadträtin der SPD-Fraktion für den Dresdner Elbhang:

Das Blaue Wunder ist eine Lebensader der Stadt. Die Menschen vor Ort wollen endlich wissen, ab wann und in welchem Umfang die Brücke saniert wird und auf welche langfristigen Belastungen sie sich einstellen müssen. Die Angst vorm Verkehrschaos darf jedoch nicht für CDU-Wahlkampfzwecke ausgenutzt werden. Die Sanierung wird Eigenmittel der Stadt in Millionenhöhe erfordern. In den kommenden Haushalten müssen die verkehrsbauliche Prioritäten entsprechend gesetzt werden. Für uns ist dabei klar: Die Mittel zur Wiedereröffnung des Fernsehturms wären bei der Sanierung des Blauen Wunders besser angelegt. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zurecht, dass ein so unverzichtbares Projekt mit den von ihnen gezahlten Steuern umgesetzt werden kann.

Stefan Engel, Sprecher für Bau und Verkehr der SPD-Fraktion, ergänzt:

Die Sanierung des Blauen Wunders ist eine staatliche Pflichtaufgabe. Dresden muss da seinen Beitrag leisten, aber auch vom Land braucht es eine deutliche Beteiligung über Fördermittel. Die eine Million Euro für 2021/22 aus Mitteln der Denkmalpflege können bei diesem Mammutprojekt nur ein Anfang sein. Bürgerschaftliches Engagement ist wichtig, aber dieser Vorschlag ist doch eher eine CDU-Wahlkampfente. Alle Beteiligten sollten ihre Zeit darin investieren, die Entscheidungsträger auf Landesebene von der Notwendigkeit einer umfassenden Förderung zu überzeugen. Solche Scheinlösungen helfen da kaum weiter. Das Blaue Wunder ist eben mehr als eine Brücke – es ist ein wichtiges historisches Wahrzeichen von Dresden.

Kontakt:

Kristin Sturm
Stadträtin für den Elbhang
kristin.sturm@spd-fraktion-dresden.de

 

 

Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Verkehr, Bau und Umwelt
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de