Vollsperrung des Elberadwegs: Groteske Entscheidung auf dem Rücken des Radverkehrs

PRESSEMITTEILUNG
Dresden, den 22. Juni 2021

Am gestrigen Montag (21.6.) wurde bekannt, dass der Elberadweg auf der Neustädter Seite aufgrund der Aufbauarbeiten bei den Filmnächten für fünf Tage von 7 bis 20 Uhr vollgesperrt wird. Seit 2010 konnten solche Sperrungen bei Auf- und Abbau und auch während der Filmvorstellungen weitestgehend vermieden werden. Initiiert haben soll dieses Vorgehen die Dresdner Stadtverwaltung, die damit auf entsprechende Mahnungen der Polizei zur Verbesserung der Verkehrssicherheit reagiert hat.

Dazu erklärt Stefan Engel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Die Sperrung ist eine groteske Entscheidung auf dem Rücken des Radverkehrs. Wir sprechen hier nicht über irgendeine Nebenroute, sondern über die Hauptschlagader des Radverkehrs in Dresden. Die enorme Bedeutung des Elberadwegs für den Radtourismus ist unbestritten. Ich erwarte hier von allen Beteiligten mehr Fingerspitzengefühl und Einfallsreichtum. Es ist doch absurd, wenn die Stadtverwaltung vor kurzem noch zur Teilnahme am alljährlichen Stadtradeln aufruft und am ersten Tag der Elberadweg gesperrt wird. Die dabei formulierte Ankündigung „Wir arbeiten hart daran, das Radfahren in Dresden Schritt für Schritt sicherer und bequemer zu machen. Durchgängige Radrouten stehen dabei ganz oben auf unserer Agenda“ muss ich wohl falsch verstanden haben. Ich erwarte von Oberbürgermeister, Baubürgermeister und Polizei nun eine schnelle Aufklärung des Vorgangs.

Pressemitteilung der Stadtverwaltung zur Teilnahme am Stadtradeln (von Montag, 21. Juni bis zum 11. Juli): https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/05/pm_028.php

Kontakt:

Stefan Engel
Sprecher für Verkehr
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de