SPD-Antrag zu fehlenden Fußgängerampeln und Diagonalqueren bei Kreuzungen kommt in den Stadtrat

PRESSEMITTEILUNG
Dresden, den 19. Juli 2021

Am Donnerstag bzw. Freitag dieser Woche wird der Dresdner Stadtrat voraussichtlich auch über den SPD-Antrag zu fehlenden Fußgängerampeln und Diagonalqueren bei Kreuzungen diskutieren. Konkret schlägt die SPD-Fraktion vor, Straßenkreuzungen, die derzeit nicht in allen drei oder vier Querungsrichtungen mit Fußgängerampeln ausgestattet sind, schrittweise nachzurüsten. In Dresden betrifft dies zum Beispiel die Knoten Körnerplatz, Hansastr./Maxim-Gorki-Str./Hechtstr. oder Teplitzer Str./Wilhelm-Franke-Str./Dohnaer Straße. Hier müssen Fußgänger:innen teilweise drei Ampeln überqueren, um von einer Straßenseite auf die andere zu kommen. Weiterhin fordert die SPD-Fraktion, auch in Dresden den Einsatz des Diagonalquerens („Alle-Gehen-Kreuzung“) zu prüfen. In den USA und Japan sind solche Kreuzungen mit insgesamt sechs Querungsrichtungen recht verbreitet. Aber auch in Städten wie Köln oder Wuppertal gibt es schon solche fußgängerfreundlichen Lösungen. Im zuständigen Bauausschuss wurde der SPD-Antrag in leicht veränderter Form schon mit breiter Mehrheit bestätigt.

Dazu erklärt Stefan Engel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Der Fußverkehr in Dresden braucht direkte und komfortable Wegebeziehungen. Leider gibt es in unserer Stadt einige Bausünden aus den neunziger Jahren, bei denen Fußgängerinnen und Fußgänger teilweise vergessen wurden. Hier wollen wir im Rahmen des Fußverkehrskonzeptes nachbessern. Mit der Nachrüstung von Ampelanlagen wird das Zufußgehen vor allem im direkten Wohnumfeld attraktiver. Zudem erhöht sich auch die Verkehrssicherheit insgesamt, da Querungsversuche an dafür nicht ausgestatteten Stellen vermieden werden. Diagnonalquerungen wären eine weitere Möglichkeit, um den Fußverkehr zu stärken. Bisher gibt es solche Kreuzungen in Dresden noch nicht. Aber warum soll eine Lösung, die es in Wuppertal und Köln gibt, nicht auch in Dresden funktionieren? Hier sollte die Stadtverwaltung mögliche Standorte prüfen. Es ist kein Naturgesetz, dass ausgerechnet die schwächsten Verkehrsteilnehmenden am längsten warten müssen.

Anhang: Originalantrag der SPD-Fraktion mit Begründung und im Bauausschuss beschlossener Änderungsantrag

Kontakt:

Stefan Engel
Sprecher für Verkehr
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de