Benennung Rudolf-Bergander-Ring

Vincent Drews erkundigte sich bei der Verwaltung nach den geschichtlichen Hintergründen einer Straßenbenennung.

Einleitung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in Reick gegenüber dem Otto-Dix-Center Dresden ist eine Straße nach dem Maler Rudolf Bergander benannt – der Rudolf-Bergander-Ring. In der Auseinandersetzung mit dem Leben von Rudolf Bergander fällt eine – neutral formuliert – wechselhafte politische Orientierung und damit einhergehendes gesellschaftliches Wirken auf. [1] In der KPD 1928 gestartet, wurde Bergander 1940 Mitglied der NSDAP und war im Krieg Kartenzeichner der Wehrmacht. Nach 1945 trat er der SED bei und machte u.a. dadurch seine Karriere an der Hochschule für Bildende Künste. Daraus entsteht zumindest die Frage, ob sich die Landeshauptstadt Dresden und die Stadtgesellschaft mit dieser Benennung aktiv auseinandergesetzt hat und wie sie nach heutiger Einschätzung zu bewerten ist.

Daher bitte ich um die Beantwortung der folgenden Fragen:

Fragen:

  1. Seit wann ist die Straße nach Rudolf Bergander benannt und ist bekannt, wie es zur Auswahl der Benennung kam?
  2. Hat in den Jahren seit der Wende eine Auseinandersetzung mit der Benennung nach Rudolf Bergander durch die Landeshauptstadt Dresden stattgefunden? Wenn ja, zu welchem Ergebnis ist sie gekommen?
  3. Wie schätzt die Stadtverwaltung aus heutiger Perspektive die Benennung der Straße nach Rudolf Bergander ein und gibt es Überlegungen hinsichtlich einer Umbenennung?

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Vincent Drews

[1] Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bergander