Beteiligungsprozess Alter Leipziger Bahnhof: Chancen für vielfältigen, bezahlbaren und nachhaltigen Stadtteil nutzen!

PRESSEMITTEILUNG
17. Januar 2022

Heute hat die Dresdner Stadtverwaltung ihre Planungen für die kooperative Quartiersentwicklung Alter Leipziger Bahnhof vorgestellt. In den nächsten 1,5 Jahren soll in einem umfassenden Beteiligungsprozedere die Grundlage für eine bauliche Entwicklung des Areals zwischen Alexander-Puschkin-Platz und Bahnhof Neustadt geschaffen werden. Dabei sollen u.a. Bürger:innen, Flächeneigentümer:innen, Stadtverwaltung, Interessenvertreter:innen, Mitglieder des Stadtrates sowie der Stadtbezirksbeiräte Pieschen und Neustadt an einen Tisch geholt werden, um zu gemeinsamen Empfehlungen für die weiteren Planungen im Gebiet der Leipziger Vorstadt zu kommen.

Möglich wird dieser Prozess, weil sich das stadteigene Unternehmen SachsenEnergie und Globus auf einen Flächentausch geeinigt haben. Ein früher vorgesehener großer Einzelhandelsmarkt auf dem Gebiet des Alten Leipziger Bahnhofs wird demnach nicht errichtet.

Dazu erklärt Stefan Engel, Sprecher für Stadtentwicklung und Bau der SPD-Fraktion sowie SPD-Stadtrat für Dresden-Pieschen:

Die Entwicklung der Leipziger Vorstadt ist eine einmalige städtebauliche und soziale Chance für Dresden. Nicht viele europäische Städte verfügen in zentraler Lage über so ein großes Flächenpotenzial. Daraus ergibt sich aber auch eine besondere Verantwortung. Wenn Dresden an dieser Stelle nur ein Quartier für Gutverdienende ohne öffentlichen Mehrwert schafft, würde man eine riesige Chance vergeben. In so einem Areal muss Platz für bezahlbare Wohnungen sein. Zugleich darf die Kultur dabei nicht unter die Räder geraten. Einige Kultureinrichtungen sind schon auf dem Gebiet beheimatet, weitere könnten folgen. Dass im 21. Jahrhundert auf den Klimawandel und nachhaltige Mobilität besonders Rücksicht nehmen müssen, versteht sich von selbst. Der neue Stadtteil sollte ein Vorbild für klimagerechte Stadtentwicklung werden. Beim weiteren Prozess spielt die SachsenEnergie daher eine ganz besondere Rolle. Ein Unternehmen, das zu über 80 Prozent der Stadt Dresden gehört, muss auch die Belange und Ziele der Stadt im Blick haben. Der anstehende Diskussionsprozess wird viel Zeit brauchen. Wenn am Ende ein breit getragener Konsens entsteht, hätte sich dieser Einsatz aber gelohnt!

Kontakt:

Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de