Blogbeitrag vom 15.Juni 2015
Aufgrund einer Initiative vom Bündnis Rot, Rot, Grün soll man das Heinrich-Schütz-Konservatorium nun städtisch fördern.
Der Kulturentwicklungsplan der Stadt Dresden adelt das HSKD als die wichtigste musikpädagogische Einrichtung der Landeshauptstadt. Und das nicht ohne Grund, denn das Heinrich-Schütz-Konservatorium sichert die musikalische Bildung für die gesamte Stadt. Auf Initiative von SPD, Grünen und LINKEN beschloss der Stadtrat nun, dass die Stadt das HSKD dauerhaft sichern soll. Das Ziel: Das Konservatorium überführt man in eine städtische Musikschule. Damit gehört die instabile Mangelfinanzierung der so bedeutsamen Einrichtung bald der Vergangenheit an. Prof. Klemm, Rektor der Hochschule für Musik Dresden begrüßte die Entscheidung des Stadtrates ausdrücklich und unterstrich die Bedeutung des Instituts für unsere Stadt:
Mit dem Beschluss treffen Sie signalhaft eine wichtige und weitsichtige Entscheidung, weil das HSKD in seinem Profil eine sehr bedeutsame Ausbildungsstätte für Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene ist. Sie ist eine Bildungseinrichtung, die allen Bevölkerungsgruppen offen steht, da sie Breite und Spitze durch ihr Profil ideal vereint.
Die langfristige Sicherung des HSKD ist seit langem ein Herzensthema der SPD-Fraktion und ihres Vorsitzenden Peter Lames. Mit den Verhandlungen für den Doppelhaushalt 2013/14 gelang es unserer Fraktion, die Förderung für das Konservatorium erstmals anzuheben, um die Kostensteigerungen auszugleichen, mit denen das HSKD zuvor von der konservativen Ratsmehrheit über Jahre allein gelassen wurde. Mit dem rot-rot-grünen Doppelhaushalt 2014/15 konnte die Kooperation das HSKD weiter stärken. Bei einem Haushaltsvolumen des Vereins von 6 Millionen Euro beläuft sich die städtische Förderung des Hauses in diesem Jahr auf 2,1 Millionen Euro. Dadurch können nun nach Jahren des Verzichts die Festangestellten seit dem 1. Januar 2015 nach Tarif bezahlen.
71 festangestellte und 183 frei beschäftigte Lehrkräfte unterrichten aktuell bis zu 5000 Schülerinnen und Schüler. Angesichts der Größe seines Geschäftsbetriebes, des Umfangs seines Angebotes sowie des Anteils der städtischen Förderung des HSKD, ist die Verantwortung der Stadt ist größer, als sie sich in bloßer Mitwirkung an der Vorstandsarbeit des Vereins ausdrückt. Darum soll man das Heinrich-Schütz-Konservatorium in die kommunale Familie aufnehmen. Nur dadurch kann man das für die Musikstadt Dresden unverzichtbare musikpädagogische Angebot alle Dresdnerinnen und Dresdner sichern und ausbauen.