Das leere Rudolf Harbig Stadion in Dresden

„Dynamo-Stadion“ ein Stadion für Dresden

ANTRAG
SPD-Fraktion

Die SPD-Fraktion möchte eine Lösung für die Miete des Dynamo-Stadions finden und bittet um Aufzeigen von Möglichkeiten.

 

 

 

 

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Beschlussvorschlag:

ANTRAG SPD-Fraktion

Mit dem Beschluss des Stadtrates vom 20.07.2006 (V1358-SR35-06) entschied man den Bau, Betrieb und die Finanzierung des Ersatzneubaus des Rudolf-Harbig-Stadions zu Gunsten der Bietergemeinschaft um der Firma HBM Sportstätten GmbH. Die Erwartungen, die man an die Entscheidung des Stadtrates knüpfte, sind nur zum Teil erfüllt. Ein wichtiges Ziel, die Errichtung eines modernen Fußballstadions für Dresden, das den Anforderungen des Profifußballs genügt, erreichte man. Die rund 2 Millionen Besucher, die seit der Eröffnung 2009 die Spiele der SG Dynamo Dresden besucht haben, sind ein eindrucksvoller Beleg dafür. Ebenso spricht die Ausrichtung von mehreren Spielen im Rahmen der Frauen Fußball WM 2011 für die Funktionalität des Stadions. Leider haben sich andere Erwartungen bisher nicht erfüllt.

So ist bis heute die Frage der Betreibung des Stadions Thema. Insbesondere die Auslegung der komplexen Verträge, allen voran der Konzessionsvertrag zwischen der Stadt und der privaten Betreibergesellschaft, ist ein dauerhaftes Streitthema. Insbesondere die Höhe der vom Hauptmieter zu zahlenden Stadionmiete war seit 2009 ein immer wiederkehrendes Thema von Stadtratsvorlagen. Der Antrag zielt darauf den Stadtrat umfänglich über Erfahrungen mit dem 2006 gewählten Modell einer privaten Betreibung zu informieren. Man soll mögliche Alternativen aufzeigen, so dass der Stadtrat auf dieser Grundlage eine sachgerechte Entscheidung treffen kann, wie man die Situation für die Stadt und den Hauptmieter künftig verbessern kann.

Beschlussvorschlag:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt,

bis zum 31. März 2017 zu prüfen, ob man die Betreibung des ehemaligen „Rudolf-Harbig-Stadion“ durch eine private Gesellschaft weiterhin anstreben soll. Oder ob eine Alternative, wie zum Beispiel die Betreibung durch den städtischen Eigenbetrieb Sportstätten, für die Stadt dauerhaft eine bessere Lösung wäre.

Zu diesem Zweck wird der Oberbürgermeister weiterhin beauftragt,

  • im Rahmen eines Workshops im Januar 2017 ausführlich zu berichten, welche wirtschaftlichen Folgen der Konzessionsvertrag für die Stadt hatte. Inklusiv aller Ergänzungsvereinbarungen zu diesem Vertrag, zum Bau, Betrieb und zur Finanzierung des Ersatzneubaus des Rudolf-Harbig-Stadions
  • dabei auch zu berichten, welche wirtschaftlich relevanten Verträge über den Konzessionsvertrag hinaus aktuell für den Betrieb des Stadions abgeschlossen sind. Und welche Laufzeiten diese Verträge haben,
  • sowie einen Variantenvergleich vorzustellen, der neben der unveränderten Fortführung mindestens eine Alternative beinhaltet. Vor- und Nachteile sind jeweils zu benennen.

Christian Avenarius
Vorsitzender der SPD-Fraktion Dresden

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