ANTRAG
SPD-Fraktion
Die SPD-Fraktion wirbt für eine lokal koordinierte Fachkräftesicherungsstrategie, um wirtschaftliche Prosperität zu gewährleisten.
Aktueller Stand im Ratsinfosystem
Beschlussvorschlag:
Der Oberbürgermeister wird beauftragt,
eine transparente, lokal und regional koordinierte Fachkräftesicherungsstrategie zu erarbeiten und dem Stadtrat bis zum 30.06.2019 zum Beschluss vorzulegen.
Dazu sollen insbesondere die folgenden Aspekte Berücksichtigung finden:
- Die Strategieentwicklung soll mit Bezug zu den aktuellen Standortentwicklungen erfolgen und Erweiterungspotenziale von Gewerbegebieten sowie Unternehmen berücksichtigen; in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur soll man ein lokales Monitoring erstellen, welches die betrieblichen Bedarfe abbildet und Erkenntnisse von lokalen Bildungseinrichtungen aufnimmt.
- die Themen „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sowie „Migration“ soll man in die Strategie implementieren.
- Es soll geprüft werden wie ungenutzte Potenziale am Arbeitsmarkt durch Aus- und Weiterbildung aktiviert werden können.
- Weiter soll geprüft werden, inwieweit Fördermittel aus den Fonds ESF und EFRE für eine solche Strategie zur Verfügung stehen.
- Die Vernetzung und der Ausbau von bestehenden Kooperationen und Projekten zwischen kommunaler Verwaltung, Betrieben, der Arbeitsagentur, Schulen, der Fachhochschule, der Universität, den Kammern und Vertretern der Länder sollen vorangetrieben werden.
Die dafür notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen sind bei der Erstellung des Doppelhaushaltes 2019/20 zu berücksichtigen.
Beratungsfolge:
| Ältestenrat | 05.03.2018 | nicht öffentlich | beratend | ||
| Dienstberatung des Oberbürgermeisters | nicht öffentlich | beratend | |||
| Ausschuss für Wirtschaftsförderung | nicht öffentlich | 1. Lesung (federführend) | |||
| Ausschuss für Bildung (Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen) | nicht öffentlich | beratend | |||
| Ausschuss für Wirtschaftsförderung | nicht öffentlich | beratend (federführend) | |||
| Stadtrat | öffentlich | beschließend | |||
Begründung:
Die Verfügbarkeit von qualifiziertem und geeignetem Personal entwickelte sich zu einem „harten“ Standortfaktor. Bei dem „Kampf um die Köpfe“ nimmt die Wirtschaftsförderung im regionalen Wettbewerb eine wichtige strategische Position ein. Bedingt durch die demografische Entwicklung drohen in vielen Berufssparten Engpässe, über die verschiedensten Qualifikationsebenen hinweg. Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge entwickelten sich zu einem Dauerthema in den wirtschaftlichen Institutionen und Betrieben.
Die kommunale Wirtschaftsförderung ist zum einen der Daseinsvorsorge verpflichtet, zum anderen Ansprechpartner für die lokalen Unternehmen. Angebot und Nachfrage von und nach Flächen, Technologien und Fachkräften bündeln sich in dieser Institution, womit sie die Möglichkeit hat, eine zukunftsorientierte Fachkräftestrategie zu entwickeln und die dafür notwendigen Prozesse und Ressourcen anzustoßen bzw. zu organisieren.
Das Amt für Wirtschaftsförderung hat als zentrale Aufgabe die wirtschaftliche Prosperität der Unternehmen in Dresden und damit die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Stadt zu sichern. Mit einer regional koordinierten Fachkräftesicherungsstrategie schafft man die Voraussetzung, den örtlichen, kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Bewältigung dieser Aufgabe, unterstützend zur Seite zu stehen. Dabei sollen im Mittelpunkt die Sicherung der schulischen Bildung, die Förderungen von Menschen speziell in mathematisch-technischen Lernfeldern, Aus- und Weiterbildung in Verbindung mit möglichen beruflichen Umstiegen, sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen.