Vincent Drews erkundigte sich nach dem Rückzug der Vonovia aus dem Kaltmietensponsoring für soziale Projekte.
Einleitung:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
im Zuge eines Vororttermins in Gorbitz beim Träger Omse e.V. bin ich auf die Problematik „Wegfall des Kaltmietensponsoring“ aufmerksam geworden. Für den Omse e.V. stellt sich das gegenwärtig wie folgt dar: Der von ihm betriebene Kindertreff „Puzzle“ hat seine Räumlichkeiten auf der Sanddornstraße 1, finanziert man über die offene Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen der Förderung freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe durch die LH Dresden und konnte bisher die Kaltmiete über ein Sponsoring der Vonovia abdecken. Für den einen Teil des Projekts (Wohnung 101) fiel dieses Sponsoring ab dem 1. Januar 2019 weg und für den anderen Teil des Projekts (Wohnung 102) wird es voraussichtlich ab 1. Januar 2020 kein Sponsoring mehr geben. Das stellt den Träger vor die schwierige Situation, Mehrkosten i.H.v. ca. 4.500 Euro pro Jahr schultern zu müssen, die man dann beim Jugendamt beantragen muss und das mit unsicherer Finanzierung.
Das ist die konkrete Situation eines Trägers im Feld der Kinder- und Jugendhilfe. Die Problematik betrifft über die Stadt verteilt aber vermutlich viele weitere Träger. Der Rückzug der Vonovia und der sukzessive Wegfall des Kaltmietensponsoring für Projekte in den Zuständigkeiten des Jugend- aber auch Sozialamtes in den Stadtteilen mit hohem Mietbestand der Vonovia kolportiert man gelegentlich. Ich möchte in dem Zusammenhang von Ihnen Folgendes wissen:
Fragen:
- Ist Ihnen der Rückzug der Vonovia aus dem Kaltmietensponsoring für soziale Projekte in der LH Dresden bekannt?
2. Haben mit dem Wohnungsunternehmen diesbezüglich Gespräche stattgefunden und wenn ja, welche Ergebnisse wurden erzielt?
3. Welche von der LH Dresden geförderten Träger betrifft der Wegfall des Kaltmietensponsoring – ich bitte um Auflistung nach Träger, Projekt, Stadtteil, Höhe der Kaltmiete und Zeitpunkt des Wegfalls?
4. Auf welche Summe belaufen sich die entstehenden Mehrkosten für die LH Dresden 2019 und 2020 (geschätzt)?
5. Woher sollen die anfallenden und nicht im beschlossenen Doppelhaushalt 2019/2010 abgebildeten Mehrkosten finanziert werden?
Vielen Dank.
Vincent Drews