Verwaltung setzt Beschluss zur Wiederaufnahme der Kinderbetreuung im Rathaus aus

PRESSEMITTEILUNG
17. Februar 2020

SPD-Fraktion fordert Interimslösung

Bereits im November 2017 war ein interfraktioneller Antrag von SPD, Grünen und Linken im Stadtrat beschlossen worden, der auf die Wiederaufnahme der von 2008 bis 2014 angebotenen Kinderbetreuung im Rathaus zielte. Doch an der Umsetzung mangelt es bis heute. Drei Beschlusskontrollen später erhöht die SPD-Fraktion nun den Druck auf die Verwaltung und fordert eine Interimslösung, um dieses familienfreundliche Angebot endlich auf den Weg zu bringen.

Dazu erklärt Vincent Drews, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Es geht einfach nicht voran! Der Stadtratsbeschluss zu unserem familienfreundlichen Angebot ist mittlerweile über zwei Jahre alt, aber getan hat sich bis heute nichts. Stattdessen setzt die Verwaltung die Wiederaufnahme der Kinderbetreuung aus und begründet dies mit den bevorstehenden Brandschutz- und Komplettsanierungsmaßnahmen im Rathaus. Vorschläge hingegen, welche alternativen Möglichkeiten auch in der Zwischenzeit für besucherintensive Bereiche angeboten werden könnten, fehlen nach wie vor. Diesen Mangel an lösungsorientiertem Verwaltungshandeln dulden wir nicht länger. Wir fordern deshalb die Gewährleistung einer kinderfreundlichen Betreuung für alle besucherstarken Ämter der Stadt.

Derweil zeigt das Jobcenter in Dresden seit fast drei Jahren, wie Familienfreundlichkeit funktioniert. Im Erdgeschoss bietet die Behörde einen betreuten Raum mit Spielteppichen, Büchern und Spielzeug für Kinder an, während ihre Eltern einen Termin im gleichen Haus wahrnehmen können. Die Betreuungszahlen der Jahre 2008 bis 2014 für das Spielzimmer im Dresdner Rathaus zeigen, dass dieses Angebot auch von Müttern und Vätern für Verwaltungsgänge gut angenommen wurde.

Drews weiter:

In einer Anfrage erkundigen wir uns daher nun bei der Verwaltung, inwiefern die Wiedereinführung der Kinderbetreuung vor allem für den Umzug des Jugendamtes in das Seidnitz Center Dresden Berücksichtigung gefunden hat. Sollte die Antwort negativ ausfallen, ist das ein weiterer Beweis für das Boykottieren dieses Beschlusses durch die Stadtverwaltung und ein Grund für uns, hier politisch nachzusteuern.

 

Kontakt:

Vincent Drews
Sprecher für Soziales und Wohnen
vincent.drews@spd-fraktion-dresden.de