Verkehrssicherheit Kötzschenbroder Straße

Stefan Engel erkundigte sich nach der Einschätzung der Verwaltung zur Verkehrssicherheit an der Kötzschenbroder Straße.

Einleitung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Kötzschenbroder Straße im Stadtteil Mickten ist durch den dort verlaufenden Elberadweg, die attraktive Lage an der Elbe und die ansässige Gastronomie stark frequentiert. Dabei konzentriert sich der Radverkehr auf den südlich der Fahrbahn gelegenen Radweg, der trotz seiner Breite von weniger als 2,50 Meter hier im Zweirichtungsverkehr genutzt wird. Insbesondere in westlicher Richtung weichen Radfahrerinnen und Radfahrer aber auch (erlaubterweise) auf die Fahrbahn aus.

In weiten Abschnitten der Kötzschenbroder Straße sind die Stellplätze auf der Nordseite der Fahrbahn angeordnet. Einzig im Abschnitt zwischen der Herbststraße und der Franz-Lehmann-Straße ist das Parken stattdessen auf der Südseite der Fahrbahn gestattet. Einen Sicherheitsabstand zum unmittelbar anschließenden Radweg gibt es nicht. Dadurch ergibt sich Gefahr von „Dooring“-Unfällen, die auf der Nordseite nicht gegeben wäre. Zudem wird das Abbiegen des Radverkehrs aus der und in die Franz-Lehmann-Straße durch im Sichtbereich parkende Fahrzeuge erschwert. Hinsichtlich der Zahl an Parkplätzen würde eine Anordnung der Parkplätze auf der Nordseite keinen signifikanten Unterschied ergeben.

Durch die zeitweise recht hohe Verkehrsbelegung und der Zulässigkeit von Auto-Zweirichtungsverkehr bei einer verbleibenden Restfahrbahnbreite von teilweise weniger als vier Metern ergeben sich im Alltag zudem weitere Konfliktsituationen im kompletten Straßenabschnitt entlang der Elbe.
In diesem Zusammenhang bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:

Fragen:

  1. Liegen der Stadtverwaltung Informationen zur Verkehrsbelegung der Kötzschenbroder Straße zwischen Leipziger und Trachauer Straße vor?
  2. Warum sind die Auto-Stellplätze im Abschnitt zwischen der Herbststraße und der Franz-Lehmann-Straße auf der Süd- und nicht auf der Nordseite der Straße angeordnet? Plant die Stadtverwaltung hier im Sinne der Verkehrssicherheit eine Neuanordnung und wenn ja, wann ist damit zu rechnen?
  3. Verfolgt die Stadtverwaltung Planungen, die Kötzschenbroder Straße z.B. im Abschnitt zwischen der Tiefgarageneinfahrt an der Hausnummer 8 und der Einmündung Elbvillenweg als Einbahnstraße mit westlicher Fahrtrichtung zu führen, um das Verkehrsgeschehen bei der geringen Fahrbahnbreite übersichtlicher zu gestalten?

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Engel