Wohnen muss bezahlbar sein!

PRESSEMITTEILUNG
Dresden, den 04.02.2021

SPD-Fraktion sieht klaren Auftrag für die kommenden Jahre

Auf seiner gestrigen Sitzung hat der Bauausschuss das dritte Einlagenpaket der „Wohnen in Dresden“ (WiD) beschlossen. Die Landeshauptstadt überträgt damit 7 weitere Grundstücke an das kommunale Wohnungsbauunternehmen. Als Nachfolgerin der WoBa ist es die Aufgabe der WiD, mietpreisgebundener Wohnraum, verteilt über das gesamte Stadtgebiet zur Verfügung zu stellen.

Dazu kommentiert Vincent Drews, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Das 3. Grundstückspaket ist ein wichtiger Schritt in Richtung mehr bezahlbarem Wohnraum. Jedoch wird auch das nicht ausreichen, um den Bedarf in Dresden abzudecken. Die WiD braucht weitere Flächen. Dafür hat sich die SPD-Fraktion in den Haushaltsverhandlungen eingesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Für die nächsten beiden Jahre konnten wir 8 Mio. Euro für die WiD im Haushalt festschreiben.

Erst kürzlich hat die Landeshauptstadt Dresden außerdem die Ergebnisse der kommunalen Bürgerumfrage veröffentlicht. Darin wird einerseits festgehalten, dass die Einkommen der Menschen in Dresden in den vergangenen zwei Jahren um 4 Prozent gestiegen sind. Andererseits nahmen die durchschnittlichen Mieten um rund 6,5 Prozent (warm, inkl. Nebenkosten) im Vergleich zu 2018 zu. Die Teilnehmenden der Umfrage gaben an, dass das Thema Wohnen nach wie vor eines der größten Probleme in der Landeshauptstadt ist.

Drews fährt fort:

Die Umfrage zeigt, dass es auf dem Wohnungsmarkt noch immer große Aufgaben zu bewältigen gibt. In der Regel soll man nicht mehr als 30 Prozent des Nettoeinkommens für die Miete ausgeben. Der Durchschnitt in Dresden liegt laut Bürgerumfrage schon bei 28 Prozent. Ein relevanter Teil der Haushalte liegt also bereits über der empfohlenen Quote. Das zeigt die prekäre Situation, in der sich der Dresdner Wohnungsmarkt befindet und muss gleichzeitig Auftrag für den Stadtrat sein, regulierend einzugreifen.

Neben dem kommunalen Wohnungsbau muss die Anwendung des kooperativen Baulandmodells fortgesetzt werden. Darin werden private Wohnungsbauunternehmen verpflichtet, einen Anteil von 30 Prozent als mietpreisreduzierten Wohnraum zu schaffen. Aktuell fordern einige Wohnungsbauunternehmen und konservative Stadträte, diesen Anteil abzusenken. Das würde die Gesamtsituation nur verschärfen!

Kontakt:

Vincent Drews
Sprecher für Soziales und Wohnen
vincent.drews@spd-fraktion-dresden.de