Radverkehr Chemnitzer Straße

Stefan Engel erkundigte sich nach dem Radverkehr auf der Chemnitzer Straße.

Einleitung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Chemnitzer Straße im Stadtbezirk Plauen ist auch aus Sicht des Radverkehrs eine wichtige Verkehrsachse. Leider sind die derzeit vorhandenen „Radschutzstreifen“ und die für den Autoverkehr verbleibende Restfahrbahnbreite jeweils vergleichsweise schmal, sodass Radfahrer:innen immer wieder in zu geringem Abstand überholt werden. Anscheinend herrscht stellenweise die Auffassung, dass ein Überholvorgang immer rechtmäßig ist, sofern der Radverkehr durch eine Markierung separiert wird. Im Abschnitt Chemnitzer Straße/Nöthnitzer Str. bis zum Übergang Chemnitzer Straße/Coschützer Straße fehlen Radverkehrsanlagen sogar vollständig.
Aufgrund der anliegenden Bebauung und des Straßenbaumbestands sind die räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten zusätzlich stark begrenzt. Die Chemnitzer Str. ist tagsüber stark befahren, Schulweg für mehrere Schulen (etwa Berufliches Schulzentrum oder Gymnasium Dresden-Plauen), Trasse für den Busverkehr der DVB Linie 62 und bildet zudem das Stadtteilzentrum Dresden-Plauens mit Einzelhandel Dienstleistungen und Gastronomie. Dieser Umstand führt neben dem hohen Verkehrsaufkommen aller Verkehrsarten auch zu einem erhöhten Aufkommen rechtswidrig haltender bzw. parkender Kraftfahrzeuge. Kurzum: Es ist bei wenig Platz und vielen Menschen sehr eng, unübersichtlich und es wird
schnell gefahren. Auch im Rahmen der Bürgerbeteiligungsaktion „Respekt durch Rücksicht“ der Dresdner Polizei im Jahr 2019 wurden die oben genannten (Rad-)Verkehrsprobleme auf der Chemnitzer Str. vielfach gemeldet (https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/smi/beteiligung/themen/1015188, auf der interaktiven Karte muss „Chemnitzer Str., Dresden eingegeben werden).

Da mich zu der Thematik immer wieder Bürger:innen ansprechen, bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:

Fragen:

  1. Wie schätzt die Stadtverwaltung die Radverkehrssicherheit auf der Chemnitzer Straße ein? Liegen der Stadtverwaltung Erkenntnisse über besondere Unfallhäufungen oder eine größere Zahl an erfassten Verkehrsverstößen vor?
  2. Wurde zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, zur Reduktion des Verkehrslärms und zur Reduzierung der Zahl der Überholvorgänge eine Tempo 30-Beschränkung geprüft?
  3. Wäre aus Sicht der Stadtverwaltung die Nutzung des neuen Verkehrszeichens Nr. 277.1 (Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen) auf der Chemnitzer Straße sinnvoll?
  4. Welche Maßnahmen plant die Stadtverwaltung, um die Verkehrssicherheit für den Radverkehr auf der Chemnitzer Straße zu erhöhen?
  5. Wie ist der Sachstand bei den Planungen für eine Radvorrangroute durch die parallel verlaufenden Straßen Hohe Straße und Zwickauer Straße?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Engel