Sachsenbad bekommt endlich eine Perspektive

PRESSEMITTEILUNG
Dresden, den 13. Mai 2021

Am Mittwoch (12.5.) hat der Dresdner Stadtrat über die Zukunft des Sachsenbades und die Vorlage der Stadtverwaltung zur Vergabe an einen privaten Investor entschieden. Die SPD-Fraktion hatte in der Debatte deutlich gemacht, Kompromissvarianten zur wirtschaftlich tragfähigen Sanierung des Sachsenbades in kommunaler Hand zu unterstützen. Diese sahen keine klassische Badnutzung vor, sondern umfassten Spa- und Wellness-Angebote, Gastronomie und Büroflächen. Am Ende wurden mehrere Anträge, die Sanierung des alten Gebäudes in die Hände der kommunalen STESAD GmbH zu legen, von CDU, AfD, FDP und Freien Wählern mit 34 Ja-Stimmen zu 34 Nein-Stimmen abgelehnt.

Nach Ablehnung der Übertragung an die STESAD blieb nur noch die Entscheidung zwischen einem Verkauf und die Sanierung durch einen privaten Investor oder einem weiteren Verfall des Sachsenbads ohne Perspektive. Dabei betonten die Sozialdemokrat*innen, dass an einer inhaltlichen Entscheidung über die Zukunft des Sachsenbades mit Blick auf den desaströsen Gebäudezustand kein Weg vorbeiführe.

Positiv votierte der Stadtrat den Auftrag an die Stadtverwaltung, die Planungen für eine neue Schwimmhalle in Pieschen voranzutreiben. Bereits im Bauausschuss wurden auf Antrag der SPD-Fraktion die Sanierungsverpflichtungen an den Privatinvestor noch einmal verschärft. Um den seit 27 Jahren andauernden Stillstand beim Sachsenbad zu beenden, unterstützte die SPD-Fraktion letztendlich die so geänderte Verkaufsvorlage.

Dazu erklärt Stefan Engel, SPD-Stadtrat für Dresden-Pieschen:

Der Anbau einer neuen Schwimmhalle an ein durch die STESAD saniertes Sachsenbad-Gebäude war unser Favorit. Die Sanierung durch die kommunale STESAD wäre auch ein Signal an die Bürgerinitiative und das Bürgerforum gewesen. Alle Seiten hätten bei dieser Variante Abstriche machen müssen. Es gab im Stadtrat aber leider keine Mehrheit für eine positive Vision zum Sachsenbad in städtischer Hand. Wir hatten im Vorfeld aber auch deutlich gemacht, dass nach 27 Jahren Verfall nun endlich eine Entscheidung gebraucht wird. Mit der Verschärfung der Sanierungsverpflichtungen werden dem Privatinvestor aber klare Regeln und Grenzen gesetzt. Ich erwarte von der Stadt, dass sie die denkmalgerechte Sanierung sehr intensiv überwacht. Auch beim Schwimmhallen-Neubau in Pieschen muss die Verwaltung nun liefern. Ende des Jahres muss ein machbares Finanzierungs- und Realisierungskonzept auf dem Tisch liegen!

Vincent Drews, Stadtrat der SPD-Fraktion und Mitglied im Aufsichtsrat der Dresdner Bäder GmbH ergänzt:

Schon seit vielen Jahren setzt sich die SPD-Fraktion für einen Schwimmhallen-Neubau in Pieschen und der Neustadt ein. Mit der STESAD-Studie zum Sachsenbad lagen erstmals Varianten vor, die eine Umsetzung auf einem bestehenden kommunalen Grundstück untersetzen. Aber auch der vom Rat beschlossene eigenständige Neubau im Umfeld des Sachsenbades muss nun vorangetrieben werden. Es ist gut, dass der Stadtrat diese Chance ergriffen hat. Leider steht der von der SPD-Fraktion seit 2016 vorgeschlagene Standort an der Harkortstraße nicht mehr zur Verfügung. Das Gelände ist für Bahnbetriebszwecke gewidmet und wird von der DB mittlerweile als strategisch wichtig angesehen. Entsprechende Gespräche mit den Verantwortlichen hat die SPD-Fraktion im letzten Jahr geführt.

Kontakt:

Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Verkehr, Bau und Umwelt
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de

 

 

Vincent Drews
Sprecher für Soziales und Wohnen
Mitglied im Aufsichtsrat der Dresdner Bäder GmbH
vincent.drews@spd-fraktion-dresden.de