Protected Bike Lane auf der St. Petersburger Straße

Stefan Engel stellte eine Anfrage zur sicheren Radverkehrsanbindung auf der St. Petersburger Straße.

Einleitung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Dresdner Stadtverwaltung hatte im Rahmen der Mobilitätswoche im September 2021 auf der St. Petersburger Straße temporär Baustellenbaken aufgestellt, um den vorhandenen Radfahrstreifen deutlicher gegenüber dem Autoverkehr abzugrenzen. Auch in anderen deutschen Städten (z.B. Hamburg, Berlin, Leipzig) wird die stärkere Abtrennung von Radfahrstreifen z.B. mittels kleiner Aufsteller, Poller oder baulicher Kanten (auch Protected Bike Lane genannt) er-probt. Sofern Radfahrstreifen ausreichend dimensioniert sind, könnte so die subjektive und ob-jektive Sicherheit von Radfahrerinnen und Radfahrern deutlich erhöht werden. Zudem kann so das unrechtmäßige Befahren der Radinfrastruktur durch normalen Autoverkehr zuverlässig ver-hindert werden.

Ich bitte in diesem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:

Fragen:

  1. Welche Erkenntnisse konnte die Stadtverwaltung aus dem temporären Einsatz der Baustellenbaken auf der St. Petersburger Straße während der Mobilitätswoche gewinnen?
  2. Welche Kosten sind durch den Einsatz der Baustellenbaken auf der St. Petersburger Straße entstanden?
  3. Plant die Stadtverwaltung auf der St. Petersburger Straße oder anderen Straßenabschnitten eine dauerhaft stärkere Abtrennung von Radfahrstreifen gegenüber dem Autoverkehr? Wenn nein, welche Gründe sprechen gegen den Einsatz solcher „Protected Bike Lanes“?
  4. Welche Kriterien müssen Radfahrstreifen aus Sicht der Stadtverwaltung erfüllen, um für eine Aufwertung zur „Protected Bike Lane“ in Frage zu kommen (z.B. Breite, Verkehrsbelegung etc.)?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Engel