Schluss mit dem Verwalten: Endlich werden in Dresden Schulen der Zukunft gestaltet

PRESSEMITTEILUNG
06. April 2022

Mit einem kleinen Festakt im Dresdner Kulturpalast wurde gestern das neue Amt für Schulen gewürdigt, das sich seit dem 1. Januar 2022 der künftigen Gestaltung des Dresdner Schulwesens annimmt. Zukünftig kommen alle Aufgaben zum Bau und zur Bewirtschaftung von Schulen aus einer Hand. Hierfür wurden 600 Mitarbeiter:innen aus vier verschiedenen Ämtern in drei verschiedenen Geschäftsbereichen im Amt für Schulen unter Leitung von Dr. Katrin Düring zusammengeführt.

Damit wurde aus Sicht der bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Dana Frohwieser, eine jahrelang geforderte Neuaufstellung der Schulverwaltung und Schulgestaltung in Dresden umgesetzt:

Ich bin in die Kommunalpolitik gekommen, weil mich gestört hat, dass die Stadt Dresden sich nur als Verwalterin von Schulgebäuden verstanden hat, weil kommunale Verantwortung für Bildung hier ein Fremdwort schien und ganze Schülergenerationen unter schlechten Rahmenbedingungen lernen mussten und stellenweise bis heute müssen. Mehrfach habe ich im Stadtrat den Wunsch skizziert, in einem Amt zusammenzuführen, was zusammengehört, um gute Schulen der Zukunft zu gestalten. Von der Planung bis zur Realisierung von Schulbauvorhaben, vom Schulgebäude über die Schulsporthallen bis zum Pausenhof, vom Schulsekretariat über die Haustechnik bis zum Schulhausmeister, von der Schulnetzplanung bis zur Bau- und Sanierungsstrategie, von der Schuldigitalisierung über das Qualitätsmanagement bis zur Beteiligung – mit dem neuen Amt für Schulen will Dresden nicht nur Schulen schneller bauen und sanieren, sondern vor allem: Bildung gestalten!

Nachdem die Fraktionen DIE LINKE, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und der SPD im ersten Schritt 2015 die Zuständigkeiten für Schulen, Kitas und Jugendhilfe in einem neuen Geschäftsbereich Bildung und Jugend gebündelt hatten, ist dies nun ein weiterer wichtiger Schritt. Innerhalb eines Jahres wurde das neue Amt für Schulen unter Federführung des Geschäftsbereichs des Verwaltungsbürgermeisters Dr. Peter Lames (SPD) zusammen mit dem Geschäftsbereich Bildung und der überaus engagierten Schulamtsleiterin Dr. Katrin Düring realisiert. Hierzu erklärt Frohwieser weiter:

Nach zwei Jahren Pandemie stehen Dresdens Schulen aufgrund des Krieges in der Ukraine erneut vor einer riesigen Herausforderung. Dieses riesige Organisationsentwicklungsprojekt schafft nun hoffentlich die Voraussetzungen, lange brachliegende Problemfelder endlich anzupacken. Es sind die Dresdner Schüler:innen, Eltern, Schulleitungen, Schulsekretariate, Schulhausmeister:innen und damit all jene, die in den vergangenen zwei Pandemiejahren in unserer Gesellschaft die größten Lasten klaglos getragen haben. Sie sind es auch, die für die vielen ukrainischen Geflüchteten in unserer Stadt nun wieder Solidarität und eigenen Verzicht an die erste Stelle stellen. Sie verdienen endlich die besten Bedingungen. Und sie haben gestern sehr deutlich gemacht, dass es vor allem bei den Schulsekretariaten Handlungsbedarf gibt: mehr Personal, Vertretungspool, bessere Bezahlung, Berücksichtigung besonderer Herausforderungen einzelner Schulen u.v.m. Schulsekretär:innen müssen endlich in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und Anerkennung rücken. Sie sind die guten Seelen der Schulen. Sie verdienen unseren Dank, Anerkennung und mehr Unterstützung.

Kontakt:

Dana Frohwieser
Sprecherin für Bildung
Fraktionsvorsitzende
dana.frohwieser@spd-fraktion-dresden.de