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Auch nach Abbruch des Verkehrsversuchs: Anhörung zeigt Handlungsbedarf am Schillerplatz

Am gestrigen Nachmittag (2.5.) fand im Bauausschuss des Dresdner Stadtrats eine Anhörung zum abgebrochenen Verkehrsversuch am Blauen Wunder statt. Dieser lief aufgrund der großen Auswirkungen auf DVB und Autoverkehr nur drei Wochen statt der geplanten zwei Monate. Im Rahmen der Anhörung stellte u.a. von SPD- und Linken-Fraktion vorgeschlagene Martin Gawalek die Sicht der DVB auf den Verkehrsversuch dar. Durch die Verspätungen waren nicht nur die täglich 9.000 DVB-Fahrgäste auf der Brücke selbst betroffen, sondern auch die 30.000 im weiteren Linienverlauf der 61 und 63. Ein weiterer Experte schlug eine Vorsignalisierung auf der Blasewitzer Brückenrampe vor, die alle drei Fahrstreifen erhält, aber eine zeitliche Trennung von Auto- und Radverkehr erlaubt. Laut Aussage des grünen Baubürgermeisters Kühn habe die Verwaltung eine solche Lösung noch nicht geprüft.

Dazu erklärt Stefan Engel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

„Wer glaubt, dass mit dem Abbruch des Verkehrsversuchs alles gut ist, lügt sich in die Tasche. Es gibt weiterhin Sicherheitsdefizite für den Radverkehr. Der Fußverkehr wird durch falsch fahrenden Radverkehr gestört. Und Verspätungen für die DVB-Busse gibt es in geringerem Maße auch. Die Verwaltung tut gut daran, weiter nach Lösungen für den Schillerplatz zu suchen. Es verwundert mich sehr, dass die vorgeschlagene Variante einer Vorsignalisierung noch nicht geprüft wurde. Das muss die Verwaltung zügig nachholen. Ich erwarte von Baubürgermeister Stephan Kühn eine regelmäßige Berichterstattung über weitere Planungen und Untersuchungen.“

Mit Blick auf die Einschätzung der DVB zum Verkehrsversuch ergänzt Engel:

„Busausfälle am anderen Ende der Stadt aufgrund eines Verkehrsversuchs sind nicht akzeptabel. Verspätungen und Ausfälle ärgern ja nicht nur Fahrgäste, sondern gehen auch zulasten des Fahrpersonals. Die 61 und 63 sind wichtige Buslinien für große Teile der Stadt. Hier muss es eine ordentliche Qualität geben. Die war leider nicht gegeben.“

 

Kontakt:

Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Umwelt
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de

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