Am Mittwoch gab Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bekannt, dass es bei der bisherigen Verkehrsführung auf der Marienbrücke bleibt. Die Straßenbahn erhält damit keinen Vorrang durch einen abmarkierten Gleisbereich. Dabei gilt die Marienbrücke als eine Schlüsselstelle für die vom Stadtrat beschlossene Beschleunigung der DVB. Dirk Hilbert begründete seine Entscheidung mit den zu befürchtenden massiven Auswirkungen auf den Autoverkehr.
Laut neuesten Medienberichten [1] zeigen interne Dokumente der Dresdner Stadtverwaltung aber, dass sich die Reisezeit für den Autoverkehr im Schnitt nur um wenige Sekunden verlängern würde. Die Unterlagen beschreiben weiterhin, dass für die Kapazität der Marienbrücke die Knotenpunkte entscheidend sind, die aber unverändert bleiben sollten. Die SPD-Fraktion fordert umgehend öffentliche Aufklärung und hat zudem heute Akteneinsicht beantragt.
Dazu erklärt Stefan Engel, stellv. Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:
Der Oberbürgermeister muss sofort alle Zahlen offenlegen. Die Öffentlichkeit hat einen Anspruch darauf, die Grundlagen für die Entscheidung zu erfahren. Der Stadtrat hat sich im Haushaltsbeschluss klar für Beschleunigungsmaßnahmen bei der DVB ausgesprochen. Ein schnellerer ÖPNV ist attraktiver und wirtschaftlicher. Es wäre sehr schwerwiegend, wenn Dirk Hilbert die Beschleunigungsmaßnahmen ohne das Vorliegen echter Gründe blockiert. Die SPD-Fraktion hat Akteneinsicht zum Thema beantragt. Es müssen hier endlich alle Fakten auf den Tisch.
Kontakt:
Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung
Stadtrat für Pieschen
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