Junge Frau, die in einer Werkstatt mit einer Wasserwage hantiert

SPD sorgt für Azubi-Wohnheime in Dresden

Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde am 24. Oktober 2024 vom Stadtrat beschlossen, das Förderprogramm „Junges Wohnen“ zum Bau von Azubi-Wohnheimen zu nutzen und bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende in Dresden zu schaffen. Inzwischen wurden Förderanträge für drei Azubi-Wohnheime in Dresden gestellt, wie die Stadt auf Anfrage der SPD-Fraktion mitteilt.

Dazu Vincent Seeberger, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Es ist zu begrüßen und dringend notwendig, dass sich Dresden um bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende kümmert. Die drei geplanten Wohnheime mit insgesamt 465 Plätzen sind ein richtig guter Anfang. Insbesondere der geplante Neubau am zukünftigen BSZ Elektrotechnik auf der Boxberger Straße ist wichtig. Denn will man Fachkräfte für das Wachstum des Mikroelektronikstandortes Dresden finden, braucht es gute Bedingungen für die Azubis, die bspw. zukünftig bei ESMC ihre Ausbildung machen sollen. Der Dresdner Wohnungsmarkt ist angespannt und die Mieten steigen immer weiter. Gerade junge Menschen in der Ausbildung verdienen meist nicht genug, um sich in so einem Umfeld eine eigene Wohnung oder auch nur eine WG leisten zu können. Der Bedarf an Auszubildenden im Bereich Mikroelektronik ist aber so groß, dass auch junge Menschen gebraucht werden, die bislang noch nicht in Dresden leben.

Die beantragte Förderung basiert auf dem Förderprogramm „Junges Wohnen“ des Bundes, das von der ehemaligen SPD-Bauministerin Clara Geywitz initiiert wurde. Der Freistaat Sachsen kofinanziert diese Mittel und reicht die Förderung aus. Insgesamt stehen so jährlich 32 Millionen Euro sachsenweit zur Förderung von Azubi- und Studierendenwohnen zur Verfügung. Diese werden hälftig auf Wohnheime für die beiden Zielgruppen Auszubildende und Studierende aufgeteilt.

So gut die Nachrichten sind, dass Dresden drei neue Azubi-Wohnheime bekommen soll, darf es das aber nicht gewesen sein. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum unter Azubis in Dresden ist hoch. Die Stadt und ihre Wirtschaft sind attraktiv für junge Menschen von außerhalb, die für ihre Ausbildung hierher kommen. Diese haben aber eben nicht die Möglichkeit, weiterhin zu Hause zu wohnen bzw. müssen dann lange und teure Fahrtstrecken in Kauf nehmen. Deswegen erwarte ich von der Stadt, dass sie schrittweise weitere Wohnheime für Azubis plant. Der Freistaat muss sich endlich dazu entschließen, eigene Mittel für Azubi-Wohnheime in die Hand zu nehmen und nicht nur den Pflichtanteil an Kofinanzierung der Bundesmittel bereitstellen. Gerade in den aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss in die Fachkräfte der Zukunft investiert werden. Nur mit ihnen wird eine wirtschaftliche Erholung und die nötige Transformation der Wirtschaft gelingen.

so Seeberger abschließend.

 

Kontakt:

Vincent Seeberger
Sprecher für Wohnen
Mitglied im Wohnbeirat
vincent.seeberger@spd-fraktion-dresden.de 

 

 

 

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