Schon seit einigen Monaten wird im Stadtteil Pieschen über ein anstehendes Bauprojekt der Deutschen Bahn diskutiert. Konkret plant die Deutsche Bahn von 2027 bis 2029 die Güterbahntrasse zwischen dem Leisniger Platz und dem Schulcampus an der Gehestraße umfassend zu erneuern. Zuletzt wurde das Projekt am 2. September im Stadtbezirksbeirat Pieschen vorgestellt. Im Rahmen der Baumaßnahme ist neben der Verlängerung diverser Abstellgleise auch der Neubau der beiden Bahnbrücken über die Harkortstraße und Erfurter Straße sowie die Errichtung einer etwa 4,5 Meter hohen Lärmschutzwand Richtung Moritzburger Platz / Leisniger Straße vorgesehen ( https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresden-neustadt-gueterbahnhof ). Viele Anwohnerinnen und Anwohner befürchten dadurch eine massive Verschattung ihrer Wohnungen und Innenhöfe sowie den Entfall von Baum- und Grünbestand entlang der Bahntrasse.
Der Pieschener SPD-Stadtrat Stefan Engel hat sich daher in einer Stellungnahme an die Deutsche Bahn / DB InfraGO gewandt und diverse Nachbesserungen an dem Projekt gefordert. Konkret fordert die SPD-Ratsfraktion eine möglichst transparente Gestaltung der Lärmschutzwand, eine Beachtung des Stadtbilds am Moritzburger Platz, den Verzicht auf einen separaten Wartungsweg durch die Höfe, den Erhalt möglichst vieler Bäume und einen Verzicht auf langwierige Sperrungen der Straßenbahnlinie 13.
Dazu erklärt Stefan Engel, SPD-Stadtrat für Pieschen und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:
Wir fordern eine stadtteilverträgliche Gestaltung des Bahnprojekts. Der Umbau der Gleisanlagen wird kommen, aber er darf nicht auf dem Rücken der Anwohnerinnen und Anwohner stattfinden. Die neue Lärmschutzwand muss möglichst transparent gestaltet werden. Es gibt dafür gute Lösungen. Hier muss sich die Bahn bewegen. Es ist städtebaulich auch ziemlich fragwürdig, auf die Bahnbrücke am Moritzburger Platz noch eine viereinhalb Meter hohe Lärmschutzwand zu setzen. Der Baumbestand in den Hinterhöfen und am Bahndamm darf nicht leichtfertig abgeholzt werden. Langwierige Sperrungen der Linie 13 würden besonders den Schülerverkehr hart treffen. Die Forderungen aus Pieschen sind konstruktiv und sollten für die DB auch mit akzeptablem Aufwand umsetzbar sein.
Kontakt:
Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de