Digitalisierung

Dresden fällt in Digitalranking aus der Spitzengruppe – SPD-Fraktion fordert Maßnahmen

Am 11. September 2025 veröffentlichte der Branchenverband Bitkom zum siebten Mal das Digitalranking für Deutschlands Großstädte. Während München zum dritten Mal in Folge die smarteste Stadt Deutschlands ist und Leipzig mit einem Sprung von Platz 23 auf Platz 9 in die Spitzengruppe der 83 deutschen Großstädte aufstieg, ist Dresden nach Platz 3 im Jahr 2022 und Platz 5 im Vorjahr in diesem Jahr auf Platz 18 abgestürzt.

Dazu die Vorsitzende der SPD-Fraktion Dresden, Dana Frohwieser:

„Das Ergebnis der diesjährigen Studie sollte für alle in der Stadtspitze in Warnschuss sein – der Absturz von Platz 5 auf 18 binnen eines Jahres ist alarmierend. Die Zeichen stehen auf Stagnation, nachdem Dresden bis 2022 über mehrere Jahre eine Spitzenentwicklung in der Digitalisierung wichtiger gesellschaftlicher Kernbereichen geschafft hatte. Nach der Zerschlagung des 2015 geschaffenen Querschnittsgeschäftsbereichs Finanzen, Personal, Digitalisierung und Recht im Jahr 2022 stagnieren die Index-Werte in den Bereichen Verwaltung, Energie & Umwelt und IT & Kommunikation im deutschlandweiten Mittelfeld oder gehen sogar leicht zurück (Verwaltung und Energie & Umwelt). Andere Städte wie Leipzig ziehen derweil an uns vorbei. Der Absturz im Bereich Verwaltung von Platz 12 auf 49 oder IT & Kommunikation von 7 auf 34 muss uns sehr beunruhigen. Dresden wird im Städtevergleich abgehängt. Das ist kein Aushängeschild für weitere Wissenschafts- oder Industrieansiedlungen.“

Die Ergebnisse des Rankings, die Bitkom seit 2019 vorlegt sind für Dresden nachfolgend zusammengestellt. Im Bereich Verwaltung hat Dresden seit 2022 fast 5 Punkte verloren. Selbst im Bereich Mobilität, in dem Dresden 2024 mit fast voller Punktzahl auf Platz 2 lag, sinkt der Index leicht. Im Bereich Energie & Umwelt ist Dresden von 68 auf 59 Punkte abgestürzt.

Der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Peter Lames ergänzt:

„Wir fordern vom Oberbürgermeister Auswertung und eine Analyse der Ursachen und Konsequenzen. Vieles spricht dafür, dass es in Dresden an einer entschlossenen, strategischen Steuerung der Entwicklung und Modernisierung in der Stadtverwaltung und den städtischen Unternehmen fehlt, um zentrale Zukunftsthemen weiter voranzutreiben. Für einen entsprechenden Antrag im Stadtrat hoffen wir auf breite Zustimmung.“

Quelle: https://www.bitkom.org/Smart-City-Index

Hintergrund: Die Zahlen des Smart City Index von Bitkom für Dresden

Index (Höchstwert 100)

2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
Gesamt 57,1 57,0 71,5 81,6 78,5 81,3 80,4
Verwaltung 58,1 55,5 75,3 79,7 78,1 75,2 75,1
Energie und Umwelt 33,8 37,2 47,1 68,4 59,3 63,0 59,4
IT und Kommunikation 53,8 55,9 67,2 77,2 69,7 77,5 78,2
Mobilität 85,2 64,6 76,5 87,6 90,1 99,3 98,2
Gesellschaft und Bildung 54,6 71,9 91,3 95,0 95,5 91,4 90,8

(Eigene Darstellung)

 

Rang (von 83 Städten)

2020 2021 2022 2023 2024 2025
Gesamt 24 6 3 6 5 18
Verwaltung 46 12 16 14 36 49
Energie und Umwelt 52 33 14 32 38 52
IT und Kommunikation 14 7 8 30 24 34
Mobilität 17 6 6 3 2 4
Gesellschaft und Bildung 19 3 2 3 5 10

*für 2019 ist auf der Webseite nur der Gesamtwert für Dresden (Rang 14) veröffentlicht.

(Eigene Darstellung)

Kontakt:

Ein Portrait von Dana Frohwieser.Dana Frohwieser
Fraktionsvorsitzende
Sprecherin für Bildung und Kinder­tages­stätten
Stadträtin für Dresden-Plauen
dana.frohwieser@spd-fraktion-dresden.de

 

Portrait des Stadtrates Dr. Peter LamesDr. Peter Lames
Stadtrat für Blasewitz & Striesen
Sprecher für Finanzen, Gesundheit und Digitale Transformation
peter.lames@spd-fraktion-dresden.de

 

 

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