Luftbild eines Gewerbe- und Industriegebiets und einer benachbarten Landstraße.

Stadtrat bestätigt Gewerbeflächenkonzept — SPD-Antrag: Umklammerung der Stadtteile im Norden vermeiden, Verkehrserschließung gewährleisten!

Der Dresdner Stadtrat hat in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag (18.9.) die Konzeption zur Entwicklung kommunaler Gewerbestandorte in Dresden (V0309/25) mit 66 Ja-Stimmen, einem Nein und einer Enthaltung bestätigt. In dem Konzept werden mögliche Potenziale für neue kommunale Gewerbeflächen z.B. am Promigberg, in Zöllmen oder in Merbitz benannt. Diese sollen nun genauer auf ihre Eignung geprüft werden. Derzeit verfügt die Stadt nur noch über 13 Hektar vermarktungsfähige kommunale Gewerbeflächen. Die kommunalen Gewerbegebiete sind damit zu 88 Prozent ausgelastet. Auch bei privaten Flächeneigentümern werden die Grundstücke aufgrund der zahlreichen Neuansiedlungen in Dresden immer knapper.

Teil des Stadtratsbeschlusses ist ein Ergänzungsantrag der SPD-Fraktion. Dieser sieht vor, bei der Entwicklung des Gewerbegebiets Promigberg eine direkte Anbindung an die Autobahn und eine Erschließung mit Bus und der geplanten S-Bahn Richtung Ottendorf-Okrilla vorzusehen. Zudem wird die Verwaltung beauftragt, bei der weiteren Flächenentwicklung im Dresdner Norden eine Umklammerung der Stadtteile mit Gewerbeflächen und Infrastruktur zu vermeiden. Nicht zuletzt wurde die Anregung aufgegriffen, die Entwicklung neuer Gewerbeflächen im Merbitz auf den Bereich jenseits des Zschonergrundes zu beschränken.

Dazu erklärt Kristin Sturm-Karls, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion:

Die kommunalen Gewerbegebiete in Dresden sind eine echte Erfolgsgeschichte. Die zahlreichen Neuansiedlungen haben zur Schaffung tausender Arbeitsplätze beigetragen.  Allein durch das Gewerbegebiet in Coschütz-Gittersee entstehen jedes Jahr fast 10 Millionen Euro Gewerbesteuer. Seit der Gründung in den neunziger Jahren stehen hier Gesamtausgaben von 20 Millionen Euro mittlerweile Einnahmen von 113 Millionen Euro gegenüber. Unsere Unternehmen brauchen auch in Zukunft weitere Flächen zur Entwicklung. Es geht dabei nicht nur um Großansiedlungen, sondern gerade um kleine und mittelständische Unternehmen. Wenn Dresden schläft, wandern die Steuereinnahmen ins Umland.

Stefan Engel, Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion ergänzt:

Dresden muss die Entwicklung neuer Gewerbeflächen mit Sinn und Verstand vorantreiben. Für uns gehört eine angemessene Verkehrsanbindung zwingend dazu. Bei der interkommunalen Erweiterung des Gewerbegebiets Promigberg denken wir nicht nur an eine direkte Autobahnanbindung. Wir halten eine Anbindung an die vorgesehene S-Bahn nach Ottendorf-Okrilla für sinnvoll. Im Dresdner Norden darf die Stadt die Lebensqualität der Bevölkerung nicht aus dem Blick verlieren. Eine Umklammerung der Stadtteile im Norden mit Gewerbe und Infrastruktur muss vermieden werden. Die zahlreichen Neuansiedlungen dürfen nicht dazu führen, den Zugang zur freien Landschaft komplett zu verbauen. Hier braucht es von der Verwaltung Augenmaß. Mit dem Stadtratsbeschluss wurde ein klarer Auftrag erteilt.

 

Kontakt:

Portraitansicht der Stadträtin Kristin SturmKristin Sturm-Karls
Sprecherin für Wirtschaft, Tourismus und Sport
Stadträtin für die Stadtbezirke Loschwitz und Leuben
kristin.sturm@spd-fraktion-dresden.de

 

 

Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de

 

 

 

 

Bildrechte Titelbild: © Wirestock – stock.adobe.com