Stefan Engel erkundigt sich zu Kombitickets bei Kultureinrichtungen
Einleitung:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Kombitickets sind ein sehr wirksames Instrument, um die Besucherinnen und Besucher von bestimmten Einrichtungen und Veranstaltungen von vorneherein mit einem ÖPNV-Ticket auszustatten und somit zu einer umweltfreundlichen Anreise zu bewegen. Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltssituation haben vom Freistaat Sachsen getragene Einrichtungen (Semperoper und Schauspielhaus) vor kurzem ihre Kombiticket-Vereinbarung gekündigt. Damit wird die ohnehin schwierige Finanzierungsbasis des Dresdner Nahverkehrs weiter geschwächt. Es ist zu befürchten, dass diese Kündigung unter Umständen nicht die letzte ist.
In diesem Zusammenhang bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:
Fragen:
1) Wie wurde die Stadt bzw. die DVB über die Kündigung der Kombiticket-Vereinbarung von Semperoper und Schauspielhaus informiert? Fanden im Vorfeld dazu Gespräche statt?
2) Welchen Ausfall an festen Einnahmen hat die Kündigung der Kombiticket-Vereinbarung durch Semperoper und Schauspielhaus für die DVB jährlich zur Folge?
3) Welche von der Landeshauptstadt getragenen Kultureinrichtungen bzw. Kulturveranstaltungen verfügen derzeit über eine Kombiticket-Vereinbarung mit DVB/VVO (bitte um Auflistung)?
4) Wird der Zuschuss zur Bereitstellung von Kombitickets durch DVB/VVO unmittelbar aus dem Budget der jeweiligen Kultureinrichtung geleistet oder direkt aus dem gesamtstädtischen Haushalt?
5) Fließen die Einnahmen aus dem ÖPNV-Anteil einer verkauften Kultur-Eintrittskarte unmittelbar der jeweiligen städtischen Kultureinrichtung oder dem gesamtstädtischen Haushalt zu?
6) Falls die Antworten in Frage 4) und 5) auseinanderliegen: Ist hier eine Vereinheitlichung vorgesehen, um eine nachvollziehbare Zuordnung von Kosten und Einnahmen zu erreichen?
7) Sind seitens der städtischen Kultureinrichtungen Veränderungen an den bestehenden Kombiticket-Vereinbarungen vorgesehen?
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
Stefan Engel