Die Landeshauptstadt Dresden verfügt mit dem Schloss Albrechtsberg, dem Lingnerschloss und Schloss Schönfeld über drei Schlösser in kommunaler Hand. Schon im Juli 2023 beauftragte der Stadtrat die Verwaltung im Punkt 4 des Beschlusses V2213/23 (Rückübertragung des Erbbaurechts und Betreibung des Lingnerschlosses) mit der Erstellung eines Gesamtkonzepts für die künftige Betreibung der Dresdner Schlösser. Hintergrund eines solchen Konzepts war die Hebung von Synergien bei der Vermarktung und im Betrieb. Zunächst versprach die Verwaltung auch rasches Handeln — doch die für 2024 angekündigte Vorlage hat den Stadtrat nie erreicht. Damals wurde in einer Beschlusskontrolle beteuert, dass das Schlösserkonzept auch unberührt von den rechtlichen Auseinandersetzungen rund um das Lingnerschloss sei. Nun hat SPD-Stadtrat Stefan Engel bei der Verwaltung nachgehakt: In ihrer Anfrageantwort muss die Verwaltung die erheblichen Verzögerungen einräumen und stellt eine entsprechende Vorlage für das erste Quartal 2026 in Aussicht. Die Verzögerungen seien aufgrund von Personalmangel und dem hohen Bedarf an Abstimmungen „um das Konzept im städtischen Sinn zu entwickeln“ entstanden.
Dazu erklärt Stefan Engel, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Dresden:
Diese Verzögerung ist inakzeptabel. Der Stadtrat hat die Verwaltung bereits 2023 klar beauftragt, ein Gesamtkonzept für die Dresdner Schlösser vorzulegen. Dass wir nun zweieinhalb Jahre später immer noch kein Ergebnis haben, ist ein schlechtes Signal für den Umgang mit diesen wichtigen städtischen Gebäuden. Die Schlösser sind zentrale touristische Highlights unserer Stadt. Sie brauchen endlich eine klare und nachhaltige Perspektive für ihre Betreibung. Dafür reicht es nicht, jeden Standort für sich zu betrachten. Wir müssen Synergien zwischen den Schlössern heben und gemeinsame Strukturen entwickeln. Gleichzeitig ist klar: Die Messe Dresden GmbH ist als Betreiberin von Schloss Albrechtsberg ein zentraler Partner. Dieses Know-how muss sich auch in der Gesamtstrategie wiederfinden. Dresden darf sich bei seinen eigenen Aushängeschildern keine weiteren Verzögerungen leisten.
Kontakt:
Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de