Die Dresdner Verkehrsbetriebe haben gestern eine erste vorläufige Fahrgastbilanz für das Jahr 2025 vorgestellt: Demnach konnten die DVB im letzten Jahr etwa 186,5 Millionen Fahrgäste befördern. Dies ist erneut eine Rekordfahrgastzahl und entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr 2024. Damit hebt sich Dresden auch deutlich von den Fahrgastzahlen im deutlich größeren Leipzig ab (2024: 167 Millionen). Vor zehn Jahren, im Jahr 2015, lag die Fahrgastzahl in Dresden sogar erst bei 153 Millionen.
Allerdings haben erste kleinere Angebotseinschnitte, z.B. auf der Linie 7, lokal schon zu Fahrgastverlusten geführt. Eine Stadtratsmehrheit aus CDU, AfD, FDP und TZ lehnte im Dezember die Durchführung eines Bürgerentscheids zum Erhalt des DVB-Angebots ab. Daher wird im Hintergrund weiterhin an radikalen Kürzungen bei Bus und Bahn in Dresden geplant.
Dazu erklärt Stefan Engel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:
Die Busse und Bahnen in Dresden werden immer voller. Es wäre ideologischer Irrsinn, in dieser Lage am Angebot zu streichen. Gerade Berufstätige und der Schülerverkehr sind heute schon von überfüllten Bussen und Bahnen betroffen. Unsere Stadt braucht auch weiterhin ein attraktives ÖPNV-Angebot. Dresden kann auf die Leistung der 2.000 DVB-Beschäftigten stolz sein. Wenn eine Sache in unserer Stadt so gut läuft, sollten wir sie vielleicht auch einfach erhalten. Für Großevents, wie Konzerte und die BUGA, wird auch zukünftig jedes Fahrzeug und jeder Beschäftigte gebraucht. Wer jetzt kürzt, wird es in einigen Jahren bereuen. Manchmal lohnt auch ein Blick über das Elbtal hinaus: In Leipzig wurde das Angebot der LVB zum Fahrplanwechsel sogar noch mal verdichtet. Da sollte bei der DVB ein Erhalt des Status Quo auch machbar sein.
Kontakt:
Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de
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