Die Landeshauptstadt Dresden hat am gestrigen Abend im Rahmen einer Bürgerversammlung über die mögliche Weiterentwicklung des Areals der Alten Operette in Leuben informiert.
Bereits im Sommer 2025 hatte die SPD-Fraktion einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, der eine umfassende Konzeptausschreibung sowie einen Investorenwettbewerb für das Gelände vorsieht. Ziel ist es, eine ganzheitliche, zügige und auf die Stadtteilgesellschaft zugeschnittene Entwicklung des Areals sicherzustellen.
Positiv bewertet die SPD-Fraktion, dass die Verwaltung diesen Ansatz grundsätzlich aufgegriffen hat. Nach aktuellem Stand soll jedoch nur ein Teil des gesamten Grundstücks an die Privatwirtschaft vergeben werden. Diese soll dann für die Wohnbebauung zuständig sein. Die Sportflächen im hinteren Areal und der Kopfbau sollen als Gemeinbedarf im Eigentum der Stadt verbleiben und durch städtische Unternehmen entwickelt werden. Die Verwaltung schlägt vor, neben einer Stadtteilbibliothek auch eine Kegelbahn, Multifunktionsräume sowie eine Kalthalle für verschiedene Sportarten zu errichten.
Dazu erklärt die Stadträtin der SPD-Fraktion für Leuben, Kristin Sturm-Karls:
Die Argumentation der Stadt, einige Teile des Areals doch in städtischer Hand zu behalten und zu gestalten, können wir nur bedingt nachvollziehen. Es steht und fällt alles mit dem Geld in unserer Stadtkasse. Und unsere Stadtkasse pfeift bekanntlich aus allen Löchern. Ich ahne schon, dass sich die unsäglichen Kosten zur Wiedereröffnung des Fernsehturms auch in dieser Sache rächen werden und auch zu Lasten dieses Stadtteils gehen.
Baubürgermeister Stephan Kühn hat zwar eine nicht näher genannte Summe aus der Gebäudeversicherung, Fördermittel und den Verkaufserlös des Grundstücks in Aussicht gestellt, aber ob das für die Vorhaben der Stadt reicht, ist fraglich.
Ohne eine klare und belastbare Finanzierung drohen die Vorhaben erneut im Dornröschenschlaf zu liegen. Die Menschen vor Ort warten zu Recht seit Jahren auf sichtbare Fortschritte – nicht auf neue Hängepartien.
so Sturm-Karls weiter.
Zum geplanten Gemeinbedarf ergänzt der Leubener SPD-Stadtbezirksbeirat Prof. Dr.-Ing. André Lerch:
Uns ist wichtig, dass die geplanten multifunktionalen Räume und Angebote tatsächlich für alle Generationen und Nutzergruppen im Stadtteil gedacht werden: von der Kinder- und Jugendarbeit mit z.B. Proberäumen oder Kreativräumen für digitale Medien bis hin zu Nutzungsmöglichkeiten für die älteren Mitmenschen. Hier kann und muss ein Stadtteilzentrum voller Leben entstehen.
Die SPD-Fraktion Dresden erwartet von der Stadtverwaltung, in der angekündigten Vorlage für den Stadtrat ein tragfähiges Finanzierungskonzept mit konkreten Zahlen vorzulegen. Ziel muss dann eine Entscheidung des Stadtrates sein, die sowohl zeitnah umsetzbar ist als auch den Bedürfnissen der Menschen im Stadtteil gerecht wird.
Kontakt:
Kristin Sturm-Karls
Sprecherin für Wirtschaft, Tourismus und Sport
Stadträtin für die Stadtbezirke Loschwitz und Leuben
kristin.sturm@spd-fraktion-dresden.de