In einer aktuellen Stellungnahme hat sich die TU Dresden an den Oberbürgermeister und die Ratsfraktionen gewandt und für eine vollständige Umsetzung der Campuslinie über den Zelleschen Weg und die Caspar-David-Friedrich-Straße geworben. Rektorin Prof. Dr. Ursula Staudinger und Kanzler Jan Gerken verweisen dabei auf die enorme Bedeutung für die 29.000 Studierenden und 8.500 Beschäftigten der Technischen Universität. Zuletzt waren Forderungen laut geworden, auf den Bauabschnitt komplett zu verzichten oder diesen nur bis zur Ackermannstraße zu führen. Die Stadtverwaltung hatte in der Vergangenheit mehrfach dargestellt, dass für das Projekt in Gänze Fördermittel beantragt wurden und insbesondere der Bund eine vollständige Umsetzung erwartet. Auch der Neubau der Nossener Brücke profitiert massiv von den ÖPNV-Fördermitteln aus dem Stadtbahnprojekt.
Dazu erklärt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Dresden, Stefan Engel:
Die Campuslinie darf kein Stückwerk werden. Dresden ist stolz auf seine Universität und sollte sie auch vernünftig anbinden. Mit der neuen Stadtbahntrasse erhalten Stadtteile wie Reick und Prohlis eine direkte Anbindung an den Campus. Das kann für den Dresdner Südosten wichtige Impulse liefern. Vorschläge zur Begrenzung des Projekts bis zur Ackermannstraße sind absurd. So lässt sich kein vernünftiges Liniennetz entwickeln. Die Fahrgäste der Linie 9 wollen zügig ans Ziel und keinen kilometerlangen Umweg. Es wäre Wahnsinn, dieses Projekt wegen eines minimalen Umwegs für täglich 1.100 Autos aufs Eis zu legen.
Dana Frohwieser, Fraktionsvorsitzende und Stadträtin für den Stadtbezirk Plauen, ergänzt:
Die Zustände auf der Buslinie 61 sind unhaltbar. Es braucht auf dem kompletten Abschnitt zum Wasaplatz endlich eine Straßenbahn zur Entlastung. Der Stadtrat hat die Campuslinie schon mehrfach in ihrer kompletten Länge beschlossen. Die Vorteile liegen auch auf der Hand: Endlich erhalten wichtige Ziele wie der Fritz-Förster-Platz und die SLUB eine direkte und leistungsfähige Anbindung an den Dresdner Osten. Die Vernetzung der TU Dresden mit dem geplanten Wissenschaftsstandort Ost aufzugeben, wäre für die Entwicklung beider absolut verantwortungslos.
Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de
Dana Frohwieser
Fraktionsvorsitzende
Stadträtin für Plauen
dana.frohwieser@spd-fraktion-dresden.de
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