Am 26. Mai haben die vier beauftragten Planungsbüros ihre Entwürfe für den Wiederaufbau der im September 2024 zusammengestürzten Carolabrücke im zuständigen Begleitgremium vorgestellt. Nun schließen sich eine vertiefte Prüfung der Brückenentwürfe durch die Stadtverwaltung sowie eine Bürgerbeteiligung, beispielsweise beim Tag des offenen Rathauses am 13. Juni, an. Final wird der Stadtrat im September 2026 entscheiden.
Dazu erklärt Stefan Engel, Sprecher für Verkehr und Stadtentwicklung der SPD-Fraktion:
Die vier Planungsbüros haben gute Arbeit geleistet. Stadtrat und Öffentlichkeit dürfen sich jedoch nicht von Hochglanzbildern täuschen lassen. Ein netter Abendhimmel erzeugt schöne Bilder, aber garantiert noch keine zukunftsfähige Brücke. Entscheidend ist, dass Kosten, Bauzeit und Technologien wirklich belastbar sind. Hier steht die Stadtverwaltung in der Pflicht, die Pläne fachlich ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Es braucht eine gemeinsame Basis, um tatsächlich zu einer Entscheidung zu kommen. Stellenweise habe ich da noch meine Zweifel. Ich habe große Sympathie für Varianten, bei denen die Straßenbahn bereits 2029 wieder über die Brücke fährt. Gerade die DVB braucht diese Elbquerung zügig. Der enge Zusammenhang zwischen Brückenbreite und Kosten wurde wieder deutlich. Dresden trifft hier nicht nur eine verkehrs-, sondern auch eine finanzpolitische Entscheidung. Die Zusatzkosten für die marode Budapester Straße waren bisher nirgends eingeplant. Wichtig bleibt, die Wünsche aus der Stadtgesellschaft z.B. bei der Materialwahl aufzunehmen. Das war uns als SPD-Fraktion schon beim Stadtratsbeschluss sehr wichtig.
Mehr Informationen unter https://www.dresden.de/de/stadtraum/zentrale-projekte/carolabruecke/wiederaufbau-brueckenverbindung.php
Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de
Titelbild: © FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft