Die SPD-Fraktion Dresden zeigt sich alarmiert über die bekannt gewordenen Pläne zum Verkauf des Lingnerschlosses an private Investoren. Das traditionsreiche Schloss aus dem städtischen Schlösserkonzept herauszulösen und in private Hände zu geben, wäre ein schwerer Fehler.
Über viele Jahre hinweg haben der Förderverein Lingnerschloss e.V. und die STESAD GmbH mit großem Engagement, erheblichem finanziellem Aufwand und viel Herzblut die Sanierung und den Betrieb des Schlosses für die Öffentlichkeit ermöglicht. Insgesamt flossen Millionenbeträge in die Instandsetzung des historischen Gebäudes.
Andere verscherbeln Tafelsilber – Dresden verkauft gleich ganze Schlösser,
kritisiert die Loschwitzer Stadträtin Kristin Sturm-Karls.
Wer das Lingnerschloss jetzt an Investoren abgibt, missachtet die jahrzehntelangen Bemühungen vieler Ehrenamtlicher und setzt ein bedeutendes Stück Dresdner Stadtgeschichte aufs Spiel.
Mit großer Sorge blickt die SPD-Fraktion zudem auf die fehlende Transparenz des Verfahrens. Nach aktuellem Kenntnisstand liefen die Vorbereitungen für den Verkauf offenbar bereits seit Monaten – ohne Beteiligung des Stadtrats.
Kristin Sturm-Karls erklärt dazu:
Zwar hat der Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass das Schloss öffentlich zugänglich bleibt, aber eine Garantie dafür gibt es nicht. Oliver Kreider hat bereits dieses Versprechen bei der Friedensburg in Radebeul gebrochen. Das Schloss der Bürgerinnen und Bürger daher zu verscherbeln und damit auch Lingners Willen zu widersprechen, ist bodenlos unmoralisch. Die Zeiten mögen schwer sein, aber vor dem Hintergrund des bürgerlichen Engagements und des öffentlichen Gemeinwohls geht das in die falsche Richtung.
Kristin Sturm-Karls
Sprecherin für Wirtschaft, Tourismus und Sport
Stadträtin für die Stadtbezirke Loschwitz und Leuben
kristin.sturm@spd-fraktion-dresden.de
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