Am gestrigen Montag hat die Deutsche Bahn im Dresdner Hauptbahnhof eine Wanderausstellung zum seit 1999 laufenden Bundesprojekt für Lärmsanierung an Bahnstrecken eröffnet. In diesem Zusammenhang stellte die DB auch dar, welche konkreten Projekte in Dresden und Umgebung in nächster Zeit vorgesehen sind. Demnach sollen an der Bahnstrecke zwischen Bahnhof Neustadt und der Stadtgrenze zu Radebeul ab 2031 insgesamt 7,2 Kilometer Lärmschutzwände für 18 Millionen Euro errichtet werden.
Zudem gab die Bahn bekannt, dass bei den 2028 vorgesehenen Lärmschutzwänden in Pieschen (Projekt Güterbahnhof Neustadt) im Bereich Moritzburger Platz / Leisniger Straße die obere Hälfte nun durchgängig lichtdurchlässig realisiert werden soll. Für eine solche Lösung hatte sich der Pieschener SPD-Stadtrat Stefan Engel im September 2025 in einem Schreiben an die Bahn eingesetzt (https://spd-fraktion-dresden.de/2025/09/09/bahn-muss-bei-bauprojekt-in-pieschen-nachbessern/). Die Bevölkerung in der Umgebung hatte durch die über vier Meter hohen Lärmschutzwände u.a. eine massive Verschattung ihrer Hinterhöfe befüchtet.
Dazu erklärt Stefan Engel, Stadtrat für den Stadtbezirk Pieschen und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:
„Das Werben für eine transparente Lösung hat sich gelohnt. Die obere Hälfte der Lärmschutzwand im Bereich Leisniger Straße / Moritzburger Platz wird durchgängig lichtdurchlässig. Die ursprüngliche Bahn-Planung hätte die Hinterhöfe in Pieschen ganz erheblich verschattet. Lärmschutz ist wichtig, aber er muss im Einklang mit der Umgebung stattfinden. Es ist positiv, dass sich die Bahn hier bewegt hat. Nun kommt es darauf an, die Sperrungen bei der Linie 13 und andere verkehrliche Einschränkungen zu begrenzen.“
Hinsichtlich der weiteren Planungen für einen umfassenden Lärmschutz zwischen Bahnhof Neustadt und der Stadtgrenze zu Radebeul ergänzt Engel:
„Bei steigendem Güterverkehr ist zusätzlicher Lärmschutz an der Bahnstrecke sehr sinnvoll. Wenn die Neubaustrecke Dresden-Prag tatsächlich kommt, wird sich der Verkehr deutlich erhöhen. Auch an dieser Strecke gibt es sehr sensible Abschnitte. Im Hechtviertel und an der Riesaer Straße ist der Bahndamm teilweise nur 15 Meter von der Wohnbebauung entfernt. Hier braucht es transparente Lärmschutzwände. Bei den zahlreichen Bahnbrücken ist eine enge Abstimmung von Stadtverwaltung und Bahn notwendig. Gerade hier müssen Stadtbild und Sichtbeziehungen mitgedacht werden.“
Kontakt:
Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de