Visualisierung der neuen Carolabrücke in Dresden von LAP. Man sieht eine Brücke vor der Dresdner Altstadt mit der Frauenkirche im Hintergrund.

Neue Carolabrücke: Begleitgremium sieht LAP knapp vorne

Am gestrigen Dienstagabend hat das Begleitgremium zum Neubau der Carolabrücke einen Siegerentwurf gekürt, der dem Stadtrat vorgeschlagen werden soll. In der Endabstimmung setzte sich der Entwurf von Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects (LAP) mit 14 Stimmen knapp gegen FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft mit 12 Stimmen durch. Beim Votum des Expertengremiums war LAP auch vorne, beim CarolaVote auf Platz 2 hinter TSSB.

 

Dazu erklärt Stefan Engel, Sprecher für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der SPD-Fraktion:

 

LAP war nach vielen Gesprächen auch unser Favorit. In der Sommerpause hat sich die SPD noch einmal einzeln mit allen Brückenbüros getroffen. Wir wollten erst alle Argumente hören und dann eine Entscheidung treffen. Alle Entwürfe haben ihre Stärken, aber bei LAP sehen wir die beste Ausgangsbasis. Hier könnte eine Brücke entstehen, die sich gut in den zusammenhängenden Stadt- und Landschaftsraum einfügt. Die Brücke von LAP hat aus unserer Sicht deutlich geringere planungsrechtliche Risiken. Beim TSSB-Entwurf besteht laut Stadtverwaltung ein hohes Risiko für ein zeitaufwändiges Planfeststellungsverfahren. Diese Information war in dieser Deutlichkeit neu. Grund sind der zusätzliche Pfeiler und das andere Höhenniveau. Wenn dieser Fall eintritt, würde uns das um Jahre zurückwerfen. Ein wichtiges Detail: Mit LAP ist auch eine vorzeitige Inbetriebnahme eines Brückenzugs für die Straßenbahn möglich.

Aber auch der LAP-Entwurf muss noch weiterentwickelt werden. Zum Beispiel muss die Aufspreizung der Fahrbahnen am südlichen Brückenkopf deutlich verringert werden. Bei der Anbindung an den Elberadweg auf der Neustädter Seite braucht es eine Nachbesserung. Wir werben aus Kostengründen weiter für eine zweispurige Variante. Damit sind bei allen Entwürfen massive Einsparungen möglich. Wenn sich der Stadtrat jetzt umentscheidet, wären Einsparungen von über 20 Millionen Euro ohne Zeitverlust möglich.

 

Kontakt:

Stefan Engel
Sprecher für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Allgemeine Verwaltung
Stadtrat für Pieschen
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de

 

 

 

 

Titelbild: © Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects