Im Sommer 2026 hat die Landeshauptstadt Dresden erstmals Trinkbrunnen mit Nebeldusche getestet, am Jorge-Gomondai-Platz in der Neustadt und an der Seestraße in der Altstadt. Die Anlagen versprühen feinen Wassernebel, der an heißen Tagen kühlt. Außerdem gibt es dort kostenlos Trinkwasser. Die beiden Pilotanlagen sind bisher nur gemietet.
Auf Antrag der SPD hat der Stadtbezirksbeirat Neustadt am 7. September mit großer Mehrheit beschlossen, die Anlage im Stadtbezirk zu erhalten. Der Oberbürgermeister soll prüfen, ob die Landeshauptstadt Dresden die Anlage kauft oder weiter mietet. Im östlichen Alaunpark soll am Bouleplatz zusätzlich eine Sprühlanze entstehen. Sie soll an die Leitung des dortigen Trinkbrunnens angeschlossen werden und auch die umliegenden Bäume und Beete bewässern. Die Verwaltung soll außerdem dauerhaft Personal und Mittel für den Unterhalt bereitstellen und Fördermittel aus der Förderrichtlinie Energie und Klima des Freistaates Sachsen nutzen. Der Stadtbezirksbeirat hat in Aussicht gestellt, die Kosten für die Errichtung aus seinem Budget zu übernehmen.
Christian Demuth, SPD-Stadtbezirksbeirat in der Neustadt:
Diese Anlagen sind mehr als Technik gegen die Hitze. Sie sind Treffpunkte für alle, egal wie alt, woher oder wie dick der Geldbeutel ist. Radfahrerinnen und Lieferfahrer haben dort ihre Flaschen aufgefüllt und sich abgekühlt, genauso wie Kinder, Familien, Touristinnen und ältere Menschen. Und die Anlagen haben einfach gute Laune gemacht. Dass das geklappt hat, verdanken wir auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Stadtbezirksamts. Jetzt muss die Verwaltung dauerhaft die Ressourcen für Pflege und Unterhalt bereitstellen. Sonst bleibt es ein Tropfen auf den heißen Stein.
Julia Hartl, SPD-Stadträtin für die Neustadt:
Die Skepsis ist verflogen, die Zustimmung überwältigend. Jetzt muss aus dem Pilotprojekt eine dauerhafte Lösung werden. Wer im nächsten Jahr wieder Nebelduschen gegen Brunnen ausspielt, hat den Sommer verschlafen. Wir brauchen beides. Der Klimawandel bringt uns jedes Jahr mehr heiße Tage. Die Anlagen sorgen für Erfrischung und machen die Hitze im Viertel erträglicher. Das ist gut für das Miteinander und gut für die Läden und Cafés vor Ort.
Hintergrund: Die SPD Dresden-Neustadt hat Nebelduschen 2023 zum ersten Mal gefordert. 2026 wurden die Pilotanlagen umgesetzt. Bei einer Umfrage im Rahmen des Pilotprojekts gab es viel Zustimmung. Sprühlanzen sind in Wien als „Sommerspritzer“ verbreitet und kosten je nach Modell zwischen 6.000 und 10.000 Euro.
Kontakt:
Julia Hartl
Sprecherin für Soziales, Gleichstellung, Bürger:innenbeteiligung und Petition
Stadträtin für die Dresdner Neustadt
julia.hartl@spd-fraktion-dresden.de
Dr. Christian Demuth
Stadtbezirksbeirat in Dresden-Neustadt
spd.neustadt.sbr@gmail.com