Perspektive für Schulabbrecher: Erhalt der Straßenschule gesichert

05. September 2018

Im gestrigen Ausschuss für Soziales und Wohnen wurde eine Vorlage zum Erhalt der Straßenschule beschlossen. Das Bekenntnis zum Erhalt der Straßenschule wurde durch die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit bereits mehrfach bekräftigt, mit der Vorlage werden nun die notwendigen Gelder an das zuständige Jugendamt übertragen.

Dazu erklärt LINKE-Stadträtin Pia Barkow:

Die Straßenschule ist vorerst gerettet und damit die Chance für junge Schulabbrecher, die teilweise auf der Straße leben, in ihrem Leben eine neue Richtung einzuschlagen. Als LINKE sind wir froh, dass es uns auf diesem langen Weg gemeinsamen mit der Treberhilfe gelungen ist, uns gegen den Bildungsbürgermeister durchzusetzen. Wir arbeiten an der Verstetigung des Projekts, damit SchülerInnen und MitarbeiterInnen eine Perspektive haben.” 

Tina Siebeneicher, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Der Beschluss zur Straßenschule ist ein doppelter Erfolg. Zum einen wurde das Angebot fachlich per Beschluss bestätigt, zum anderen wird das Schuljahr für 2018 kurzfristig abgesichert. Doch die Straßenschule braucht auch für die nächsten Jahre eine verlässliche Perspektive, denn die Zahl der Schulabbrecher bzw. Schulverweigerer in unserer Stadt steigt. Die notwendigen Gelder für dieses so wichtige und erfolgreiche Angebot müssen im Haushalt 2019/20, der derzeit beraten wird, bereitgestellt werden.” 

Vincent Drews, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Nach langem Kampf hat Herr Vorjohann und das Jugendamt endlich eingesehen, dass es dieses Projekt braucht, um Schulabbrechern eine Möglichkeit zu geben, nachträglich zu einem Abschluss zu kommen. Dass es das Projekt heute noch gibt, ist nur dank der kurzfristigen Unterstützung der Gestaltungsmehrheit möglich gewesen. Jetzt gilt es, das Projekt auch im neuen Haushalt zu verankern.” 

 

Kontakt:

Vincent Drews
Sprecher für Sozial- und Integrationspolitik
vincent.drews@spd-fraktion-dresden.de